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SINNESREISE DURCH WALD, WIESE UND MOOR

SANFT & MANCHMAL WILD DIE ALMAUEN UND DAS NEYDHARTINGER MOOR DURCHSTREIFEN


Ganz ohne Zeitdruck durchqueren wir das atemberaubende Naturschutzgebiet um Bad Wimsbach-Neydharting am Rande des Almtals. Auwälder, der Wimbach und das Flachmoor laden zu einer spannenden Entdeckungsreise ein. Die therapeutische Wirkung dieses Moores ist übrigens seit 1364 bekannt!

Unsere Naturvermittler führen zu allen Jahreszeiten und zu unterschiedlichen Themenschwerpunkten zu den verborgenen Schätzen aus Flora und Fauna.



Moorwald und Wald haben eine große Bedeutung für den Menschen und die Tierwelt, aber auch für unser Klima.

Wir erfahren über die Entstehung des Moores und warum dieser Lebensraum so schützenswert ist.
Wir lernen typische Pflanzen des Moorgebietes kennen und finden heraus, dass Totholz für das Leben im Moorwald und Wald eine wichtige Bedeutung hat.

Wir starten direkt hinter dem Gesundheitsresort Optima Med. Links von uns liegt das Moorgebiet, auf der gegenüberliegenden Seite der Wald.

Wir erleben gleich zu Beginn die Faszination dieser besonderen Pflanzenwelt, eine Wildheit in der Natur, der wir heute selten begegnen. Zunderschwamm und Tramete wachsen auf abgestorbenen Bäumen und finden hier ideale Bedingungen. Die Schwarzerle schafft es nur aufgrund einer innigen Beziehung zu gewissen Bakterien im nassen Boden zu leben.

Eine "Natur Dia Show" hilft uns Details besser wahrzunehmen. Wir setzen bewusst die Sinne ein, hören die Geräusche des Moorwaldes (die Vogelwelt findet hier ideale Bedingungen), tasten vorsichtig die Struktur des Schachtelhalmes und erleben im angrenzenden Wald die Weichheit des Waldbodens. Schauen wir gemeinsam hinter die Kulissen und geraten ins Staunen!

Der Moorwald und der Wald haben viel zu bieten - finde es heraus!


 

 

DIE TERMINE


DATUM DAUER VERMITTLER/IN TREFFPUNKT ANMELDUNG
Individuelle Termine für Gruppen nach Vereinbarung.

 

 

DETAILS & INFOS

Preis Fixtermin
Erwachsene
Kinder (bis 14 Jahre)
7.00 Euro (p.P.)
4.00 Euro (p.P.)
Preis Individueller Termin (Gruppen ab 7 Personen)
Erwachsene
Kinder (bis 14 Jahre)
Schulklasse
NEU: Book a Guide 3-6 Personen
7.00 Euro
4.00 Euro
4.00 Euro
49.00 Euro
(p.P.)
(p.P.)
(p.P.)
(Gruppenpauschale)
Preis Zusatzinformationen

Bei Schulklassen oder Kindergartengruppen sind 2 Begleitpersonen frei.
Die Teilnahme an den Fixterminen ist kostenlos.
Bei Gruppenbuchungen gelten die angeführten Preise.

Ermäßigung
10% für OÖ Familienkarte, OÖN-Card, 4youCard, ÖAMTC-Clubkarte, STEYR Shopping Card, Donauregion OÖ
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Treffpunkt(e)
4654 Bad Wimsbach - Neydharting, Neydharting 4 (Eingang Moorbad)
Ausrüstung

In der Regel genügen gute Sportschuhe, bei Regenwetter sind wasserdichte Schuhe und entsprechende Bekleidung empfehlenswert.
Kopfbedeckung, Sonnenbrille.
Bei Schulexkursionen gesunde Jause und Getränk.
Interessierte bitte einen Fotoapparat mitnehmen.

Besonderer Hinweis

Höhendifferenz max. 50 Höhenmeter, meist ebene Wanderwege ohne jede Schwierigkeit, teils sonnig, teils schattig, Wegstrecke ca. 3 Kilometer;

Allgemeine Tipps
Stift Lambach und Dreifaltigkeitskirche Stadl-Paura
Web: www.stift-lambach.at
Einkehrtipps
Gasthof Dickinger (4654 Bad Wimsbach-Neydharting, Neydharting 15)
Web: www.gasthof-dickinger.at

Cafe Jöchtl (4654 Bad Wimsbach-Neydharting, Markt 19)
Web: www.joechtl.at

Mostschank Berger (4654 Bad Wimsbach-Neydharting, Neydharting 18) Telefon: +43 7245 25534 Mobil: +43 664 2100460
Web: www.oberoesterreich.at/oesterreich-gastronomie/detail/430000184/mostschank-berger.html

 

TREFFPUNKT

 

DOWNLOADS

Sinnesreise durch Wald, Wiese und Moor Die Tour als PDF im Überblick 1,72 MB Download

 

 

KONTAKT & ANMELDUNG

Name
Fritz Wolf
Telefon
0664 4426 865

 

 

DEINE NATURVERMITTLER/INNEN

Vermittler Christof  Buchegger

Christof Buchegger

Vermittler Kerstin Diensthuber

Kerstin Diensthuber

Vermittler Sabina Haslinger

Sabina Haslinger

Vermittler Gertraud Pühringer

Gertraud Pühringer

Vermittler Silke Rosenbüchler

Silke Rosenbüchler

Vermittler Fritz Wolf

Fritz Wolf

 

 

DER SCHAUPLATZ

Almauen & Neydhartinger Moore

Almauen & Neydhartinger Moore

Das 100 ha große Naturschutzgebiet Almauen liegt am Unterlauf der Alm und umfasst neben Hartholzau-Beständen und Kiefernauen zum Teil sehr großflächigen Schotterflächen am Ufer der Alm. Die heilende bzw. therapeutische Wirkung des Neydhartinger Moors wurde bereits im Jahre 1364 erkannt. Durch Torfabbau und Entwässerung wurde es stark beeinträchtigt, in Teilen findet sich aber noch eine artenreiche Moorlandschaft.


Weitere Infos zum Gebiet, Landschaftstyp, Flächen
  

Das Neydhartinger Moor wurde 2005 von der OÖ Landesregierung zum Naturschutzgebiet erklärt. Es befindet sich rund 2,5 km südwestlich des Ortes Bad Wimsbach-Neydharting.

Das Neydhartinger Moor ist einerseits wertvolles Naturschutzgebiet, andererseits begründet die Nutzung dieser natürlichen Ressource den Ruf von Bad Wimsbach-Neydharting als Moorheilbad. Vor diesem Hintergrund ist es auch zu verstehen, dass das Neydhartinger Moor durch menschliche Nutzung überformt und nicht mehr in seinem ursprünglichen Zustand ist. Vom Charakter her ist das Neydhartinger Moor ein Flachmoor, das vom Wimbach durchflossen wird. Seine heilsame Wirkung wurde übrigens schon im Mittelalter gerühmt und im Moorbad war kein geringerer als der berühmte Arzt Paracelsus tätig.

Das Moor entstand aus eiszeitlichen Gletscherseen, die durch intensives Wachstum zum Flachmoor wurden. Dort sammelte sich eine einzigartige Vielfalt an voralpiner Vegetation in der Senke des Neydhartinger Beckens. In der Geologie gilt eine mindestens 30 cm starke Schicht oder Schichtfolge von Torfen als Moor. Die Flachmoor-Torfe, wie das Neydhartinger Moor, entstehen durch Stapelung von Pflanzenresten, die nicht vollständig verrotten, da die Bodenlebewesen unter den herrschenden sehr nassen Bedingungen und unter Luftmangel in ihrer Vitalität gehemmt sind.

Verschiedene Heilprodukte (Bäder, Trinkkuren, ...) aus dem Neydhartinger Moor gibt es online zu erwerben


Arten (Tiere, Pflanzen) und Lebensräume (Schutzgüter)

Almauen
Lebensräume:
Sehr abwechslungsreich, die Palette reicht von Kiesbänken und Uferböschungen bis zu Trockenstandorten (sog. „Heißländen“, das sind Standorte für spezialisierte, zumeist sehr seltene Pflanzenarten), vom Laub- und Föhrenwald bis zum Fichtenforst. Entsprechend mannigfaltig ist die Flora.
Der Großteil ist Wald, größtenteils Auwaldgesellschaften, aber auch Fichtenforste (teils auf potenziellen Auwaldstandorten). Ein weiterer Lebensraumtyp ist der Fluss Alm (von Weiden gesäumt) mit dem kiesig-schotterigen Flussbett und Schotterbänken. Die Zusammensetzung der Baumarten (z. T. Stieleiche, Rotbuche, sogar Birke) ist nicht immer typisch für einen Auwald. Zudem finden sich Pestwurzfluren und eine artenreiche Strauchschicht (Hartriegel-Weidengebüsch, Wacholder).
Tierarten:
Gänsesäger, Schellente, Eisvogel, ... das Almtal gehört wegen seiner landschaftlichen Vielgestaltigkeit zu den ornithologisch interessantesten Gebieten Oberösterreichs! Durch den enormen Höhenunterschied zwischen Ursprung (im Toten Gebirge) und Mündung finden sich eine Reihe verschiedenartiger Biotope, die mehr als 120 Vogelarten Brut- und Lebensraum bieten, von Durchzüglern und Wintergästen ganz abgesehen.
Pflanzen:
Gemeiner Wacholder, dunkle Akelei, seltene Orchideen (Fliegenragwurz, Blasses Knabenkraut) auf den humusreichen Böden der „Mittleren Au“, Enzian-und Steinbrecharten, Maiglöckchen, Mädesüß;

Vor gut hundert Jahren wurde der Flusslauf reguliert und die Alm in ein Bett gezwängt. Dadurch hat sich das Gerinne eingetieft und die Schotterflächen zu beiden Seiten mehr oder weniger trockengelegt. So finden wir nur unmittelbar am Wasser (weichholzige) Weiden und Erlen, Elemente einer „weichen" Au. Den Hauptanteil des Naturschutzgebietes bildet eine „harte" Au: Die lückige Baumschicht setzt sich aus Esche, Ulme, Eiche, Hainbuche, Bergahorn, Fichte und Föhre zusammen, Fichte und die ursprünglich standortfremde Schwarzföhre wurden eingeforstet. Aus der üppig ausgebildeten Strauchschicht seien nur Liguster, Hartriegel, Pfaffenkäppchen und Schneeball herausgegriffen. Eine Besonderheit ist, dass es in der Krautschicht Vertreter der subalpinen Flora gibt, die mit dem Fluss aus dem Gebirge in die Niederung gewandert sind. Es gibt hier nicht nur Schneerosen, Seidelbast, Akelei, Zyklame und Frauenschuh, sondern auch Eisenhut, Wolfseisenhut und die Türkenbundlilie, um nur einige zu nennen. Für den Naturfreund am interessantesten aber sind jene höher gelegenen Auteile, die vom Grundwasser auch bei Überschwemmungen nicht mehr erreicht werden, Trockeninseln innerhalb der Au, kleinräumige Zonen mit Versteppungserscheinungen. Hier finden wir – zum Teil sogar bodendeckend – Wacholder, und als weitere Vertreter einer Trockenflora neben manch anderen Erika, Sonnenröschen, Karthäusernelke und Hauhechel.

Neydhartinger Moor
Pflanzen:

Asch- und Grauweide, Schwarz- und Grauerle, verschiedene Seggenarten (Carex), Schilfrohrarten und Riesenschachtelhalm.

 

Schutzzweck und Entwicklungsmaßnahmen

Almauen
Bewahrung des Fluss- und Auengebietes entlang der Alm, d. h. Bewahrung der Fließstrecken der Alm, der Geschlossenheit des Auengürtels, und Sicherung der naturnahen Waldbereiche; Umwandlung der Fichtenforste in naturnahe Waldflächen, Wiederentwicklung der Heißländen durch Gehölzrückschnitt und Mahd sowie Renaturierung der Alm.

Neydhartinger Moor
Trotz des jahrzehntelangen (eingeschränkten) Torfabbaus für das angrenzende Moorbad steht die Schutzwürdigkeit außer Frage. Der Schutzzweck liegt vor allem in der Bewahrung des Gewässerhaushaltes.
Eine weitgehend unbeeinträchtigte Entwicklung des Moores Ist unter den aktuellen Bedingungen nicht mehr möglich. Das Moor als solches ist massiv beeinträchtigt und es geht hier um die Bewahrung ökologisch bedeutsamer Strukturen, die sich trotz der Überprägung und Nutzung des Moores erhalten haben und weiterentwickeln.

 

Erlaubte Eingriffe und Maßnahmen

Diese sind die Nutzung des Moores als Heilvorkommen im Sinn des OÖ. Kurortegesetzes auf einer jeweils offenen Fläche von höchstens 2 ha;
In den Almauen darf nicht weiter mit Nadelholz aufgeforstet werden, Kahlschläge dürfen höchstens 0,25 ha groß sein. Beunruhigung und Abschuss des Kormorans ist erlaubt (nach den Bestimmungen der Artenschutzverordnung), ansonsten gelten die üblichen für NSGs festgesetzten Bestimmungen.


Verordnungen

Gesamte Rechtsvorschrift für V Naturschutzgebiet "Almauen" in Bad Wimsbach-Neydharting und Steinerkirchen an der Traun 
Gesamte Rechtvorschrift für V Naturschutzgebiet "Neydhartinger Moor" in Bad Wimsbach-Neydharting


Websites, weiterführende Links

Land OÖ, Naturschutzbuch: AlmauenEuropaschutzgebiet Untere Traun
Karte im DORIS anzeigen: Almauen, Europaschutzgebiet Untere Traun
Region Salzkammergut: Naturschutzgebiet Almauen und MoorschutzgebietNeydhartinger Moor
Website: Heilmoor Neydharting
Website ROUTE YOU: Neydhartinger Moor


Literaturtipps

Hofbauer, M. (1993), Die Alm - Wasserkraftnutzung und ökologischer Zustand - eine Bestandsaufnahme 
Rechberger, H. (1985), Oberösterreich Wanderbare Naturschutzgebiete. -Natur und Landschaftsschutz in Oberösterreich
Geistberger, I. (1997), Diplomarbeit an der Universität Salzburg. Die Vegetation im Naturschutzgebiet "Almauen" in Oberösterreich
Sokoloff S. (2003), Wandererlebnis oberösterreichische Schutzgebiete
Stöber, O. (1971), Das ewige Moor - Apollo, Heft 25: 8-9
Strauch, M. (1997), Vom Torfabbau zum Monitoring -Aktivum, 2/97, S.16
Strohmayer-Dangl, E.& D. Thaller (1993), Struktur- und Vegetationskartierung Neydhartinger Moor - Studie i. A. d. Oö. Landesregierung/Abt. Naturschutz
Krisai, R. & R. Schmidt (1983), Die Moore Oberösterreichs. -Natur und Landschaftsschutz in Oberöstereich, Bd.6
Weinmeister, B. (1967), Geschützte und schutzbedürftige Landschaften Oberösterreichs, Landschaft Oberösterreich


Aktualisiert im November 2021