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IM REICH DER WIESENKÖNIGIN

MIT DER KRÄUTERKRÄMERIN DIE BOTANISCHE VIELFALT DER BÖHMERWALDREGION ERKUNDEN


In einer reizvollen Landschaft mit Blick auf den Böhmerwald erforschen wir mit der Klaffegger Kräuterkrämerin die Welt der Pflanzen und Wildkräuter, welche bereits bei unseren Ahnen Verwendung fanden. Von den Kelten über Paracelsus und Hildegard von Bingen bis hin zum Pfarrer Kneipp führt uns unsere Zeitreise im Tal der Großen Mühl. Und wir entdecken, wie sich die botanische Vielfalt in den letzten Jahrhunderten bis in die heutige Zeit durch den Einfluss des Menschen verändert hat.



In früherer Zeit versorgten die Kräuterkrämer Apotheken und Ärzte mit Pflanzen und Heilkräutern, aus denen allerhand Arzneien hergestellt wurden. Dieses alte Wissen rund um die Pflanzen und ihre Bedeutung für die Natur, für Tiere und den Menschen wurde von Generation zu Generation weitergegeben.

Die Klaffegger Kräuterkrämerin verkauft keine Kräuter mehr. Sie begleitet uns vielmehr auf unserer Wanderung und bietet das traditionelle Wissen rund um die Pflanzen und Kräuter der Böhmerwaldregion feil.

Wir beginnen unseren Weg bei der Pfarrkirche in Klaffer am Hochficht mit einem Blick auf den Böhmerwald und einem Hinweis auf seine Entwicklung vom undurchdringlichen Urwald zum Völker verbindenden Naturraum.

Vorbei am Pechölstein führt unser Weg zur Großen Mühl, die wir bei der alten Seitelschlägermühle überqueren. Dort befindet sich das Naturschutzgebiet „Torfau". Diese Feuchtwiese zählt zu den letzten Rückzugsgebieten für viele Wiesenbrüter und seltene Schmetterlingsarten. Hier fühlt sich das Mädesüß, ein vielgeschätztes Heilkraut, besonders wohl.

Weiter führt unser Weg entlang von Wildfruchthecken und Feldrainen, an denen Quendel, Dost, Schafgarbe und viele andere Heilkräuter wachsen und ihren Duft verströmen.

Die Kräuterkrämerin kennt die Geschichten rund um die Kräuterheilkunst unserer keltischen Vorfahren, aber auch die der großen Heiler wie Paracelsus, Hildegard von Bingen oder Pfarrer Kneipp. Und sie weiß auch, welche Kräuter und Wildfrüchte für die Küche geeignet sind.

Nachdem wir noch einen letzten Blick auf das eindrucksvolle Panorama des Böhmerwaldes geworfen haben, führt unser Weg am Ufer der Großen Mühl flussabwärts. Hier lernen wir die pflanzlichen Einwanderer, die Neophyten kennen und erfahren, woher sie kommen und wie sie unsere Natur verändern.

Bevor wir uns zum Abschluss mit einem Kräutersaft voller Grünkraft stärken, binden wir ein Kräuterkranzerl, in das wir unsere Wünsche weben und das wir mit dem Wasser der Großen Mühl auf die Reise schicken.


 

 

DIE TERMINE


DATUM DAUER VERMITTLER/IN TREFFPUNKT ANMELDUNG
Individuelle Termine für Gruppen nach Vereinbarung.

 

 

DETAILS & INFOS

Preis Fixtermin
Erwachsene
Kinder (bis 14 Jahre)
10.00 Euro (p.P.)
7.00 Euro (p.P.)
Preis Individueller Termin (Gruppen ab 7 Personen)
Erwachsene
Kinder (bis 14 Jahre)
Schulklasse
NEU: Book a Guide 3-6 Personen
10.00 Euro
7.00 Euro
5.00 Euro
70.00 Euro
(p.P.)
(p.P.)
(p.P.)
(Gruppenpauschale)
Ermäßigung
10% für OÖ Familienkarte, OÖN-Card, 4youCard, ÖAMTC-Clubkarte, STEYR Shopping Card, Donauregion OÖ
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mind. / max. Teilnehmer
7 / 20
Treffpunkt(e)
4163 Klaffer am Hochficht, Am Kräutergarten 1 (Parkplatz bei der Pfarrkirche)
Ausrüstung

Leichte Wanderkleidung, gutes Schuhwerk, Sonnenschutz, Trinkflasche, Sitzunterlage, Fernglas, Becherlupe, Pflanzenführer, Smartphone zur digitalen Pflanzenbestimmung.

Vermittler/innen
Besonderer Hinweis

Teilnehmerzahl: 7 bis 25 Personen.
Dauer ca. 3 Stunden.
Die Tour findet bei Gewitter oder Starkregen nicht statt!

Es erwartet uns eine leichte Wanderung auf markierten Wanderwegen mit wenig Steigungen. Die Weglänge beträgt etwa 5 Kilometer und ist auch für ungeübte Wanderer und Kinder leicht zu bewältigen.
Nach Vereinbarung kann eine rollstuhltaugliche Route angeboten werden.

Allgemeine Tipps
Bio Heilkräutergarten Klaffer am Hochficht
Web: www.heilkraeutergarten.at

BöhmerWaldGarten mit Permakultur und Kräuterführungen am Biohof
Web: www.facebook.com/Hortus.Gabretasilva.boehmerwaldgarten

Ferienwohnung Hermine
Web: www.ferienwohnung-hermine.at
Einkehrtipps
Seewirt am Badesee Klaffer am Hochficht
Web: www.boehmerwaldcamp.at

Gasthaus zum Überleben
Web: www.stift-schlaegl.at/essen-trinken/gasthaus-zum-ueberleben

 

TREFFPUNKT

 

DOWNLOADS

Im Reich der Wiesenkönigin Die Tour als PDF im Überblick 1,72 MB Download

 

 

KONTAKT & ANMELDUNG

Name
Waltraud Müller
Telefon
0676/884329302

 

 

DEINE NATURVERMITTLER/INNEN

Vermittler Waltraud Müller

Waltraud Müller

 

 

DIE SCHAUPLÄTZE

Böhmerwald

Böhmerwald

Der Böhmerwald ist das größte zusammenhängende Waldgebiet Mitteleuropas. Das Europaschutzgebiet dient dem Schutz wertvoller Lebensräume wie Moorwälder und Hochmoore und seltener Tier- und Pflanzenarten.


Arten (Tiere, Pflanzen) und Lebensräume (Schutzgüter)

Lebensräume:
Verschiedene Waldgesellschaften (z. B. Auenwälder und Buchenwaldgesellschaften, auch montane Fichtenwälder); Moore, Magerwiesen, Pfeifengraswiesen und Borstgrasrasen;
Tierarten:
Schutzgüter lt. FFH-Richtlinie gelistet: Flussperlmuschel, Grüne Keiljungfer, Bachneunauge, Koppe, Mopsfledermaus, Biber, Fischotter, Luchs, Hochmoorlaufkäfer, 
Luchse im Böhmerwald: Wichtigstes Luchs-Gebiet im nördlichen Oberösterreich mit regelmäßiger Reproduktion und grenzübergreifendem Austausch mit den Nationalparks Bayrischer Wald und Sumava.
Pflanzen:
Böhmischer Enzian.


Schutzzweck und Entwicklungsmaßnahmen

Ziel/Schutzzweck des Europaschutzgebiets ist die Erhaltung oder ggf. die Wiederherstellung eines günstigen Erhaltungszustands der dortigen schützenswerten Lebensräume, Tier- und Pflanzenarten (Listung siehe oben).


Erlaubte Eingriffe und Maßnahmen

Es gibt einen konkreten Landschaftspflegeplan, dessen Ziel es ist, einen günstigen Erhaltungszustand der vorkommenden Lebensraumtypen und der Tier- und Pflanzenarten zu gewährleisten.
Dazu gehören unter anderem für besondere Wiesentypen extensive Bewirtschaftung (ein- oder zweimalige Mahd im Spätsommer/Herbst, Entfernung des Mähgutes, keine Düngung) und für die geschützten Waldtypen der Nutzungsverzicht bei Einzelbäumen, das Belassen von liegendem und stehendem Totholz und Altholzinseln, Schutz der Naturverjüngung bzw. Aufforstung unter Förderung gesellschaftstypischer Gehölze.
Für Fischerei und Jagd gibt es diverse Auflagen (viele Details, siehe Verordnung), ebenso für Rad- und Wanderwege, Reitwege, Langlaufloipen und Rodelbahnen.


Verordnungen

Gesamte Rechtsvorschrift für V Europaschutzgebiet "Böhmerwald und Mühltäler"
Gesamte Rechtsvorschrift für V Naturschutzgebiet "Orchideenwiese in Freundorf"
Gesamte Rechtsvorschrift für V Naturschutzgebiet "Stadlau" in Klaffer
Gesamte Rechtsvorschrift für V Naturschutzgebiet "Torfau" in Ulrichsberg


Websites, weiterführende Links

Land OÖ, Naturschutzbuch: Europaschutzgebiet Böhmerwald und MühltälerOrchideenwiese in Freundorf, Stadlau, Torfau
Karte im DORIS anzeigen: Europaschutzgebiet Böhmerwald und Mühltäler, Orchideenwiese in Freundorf, StadlauTorfau
Website: Tourismusverband Ferienregion Böhmerwald
Wikipedia: Böhmerwald-Mühltäler (Europaschutzgebiet)
Website OÖ Tourismus GmbH: Böhmerwald


Literaturtipps

Grims, F. (1979), Volkstümliche Pflanzen - und Tiernamen aus dem nordwestlichen OÖ. -Linzer biol. Beiträge, Heft 11/1, S. 33-65
Kraml, A.P. & N. Lindbichler (1997), Kartierungsergebnisse des 7. südböhmisch-oberösterreichischen Botanikertreffens im Böhmerwald, 8. - 14. Juli 1996 -Beiträge zur Naturkunde Oberösterreichs, Band 5, Seiten 235-304
Procházka, F. & K. Kubát (1999), Zwei Neufunde für Österreich aus der Familie der Lycopodiaceae -Beiträge zur Naturkunde Oberösterreichs, Band 6, Seiten 321-323
Kutzenberger, H. (1997), Ein Landschafts-Leitbild für die Dreiländerregion Böhmerwald. -Informativ, Heft 08, Seite 13
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Brands, M. (2006), Naturschutzgebiet "Torfau" -Informativ, Heft 41, Seiten 10-11
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Krenova, Z. & M. Svoboda (2007), Der Urwald am Dreiländereck- Geschichte, Gegenwart, Zukunft? -Informativ, Heft 46, Seiten 4-7
Schlosser, L. (2012) Zikaden im Böhmerwald -Informativ, Heft 66, Seite 18
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Bühler, P. (1990), Notizen zum Brutverhalten der Wasseramsel an der Großen Mühl -ÖKO.L, 12/3, Seiten 21-23
Scheuchenpflug, A. (1991), Aberrationen des Braunfleckigen Perlmutterfalters (Clossiana selene Schiff.) im Böhmerwald -ÖKO.L, 13/4, Seiten 24-28
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Schlosser L. (2012), Zoozönotik und Ökologie der Zikadenfauna in Mooren des Böhmerwaldes -Masterarbeit Univ. Graz
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Hauer C. (2012), Umsetzung der leitbildbezogenen Strukturierung der Gr. Mühl als Anpassungsmaßnahme an den Klimawandel -Studie i. A. d. Fischereireviers Rohrbach
Strauß-Wachsenegger, G. (2012), Natura 2000 - Standarddatenbogen AT3121000 Böhmerwald und Mühltäler -Unpubl. Gutachten
Zipp T. (2012), Maßnahmen zur Verbesserung der Bestandssituation von Gentianella bohemica im Bayerischen Wald 2012
Zipp T. (2011), Maßnahmen zur Verbesserung der Bestandssituation von Gentianella bohemica im Bayerischen Wald 2011
Zipp T. (2010), Maßnahmen zur Verbesserung der Bestandssituation von Gentianella bohemica im Bayerischen Wald 2009/2010 
Heilingbrunner G., Schrank J. & D. Savio (2014) Vervollständigung des Natura 2000-Netzwerks in Österreich: NATURA 2000-AUSWEISUNG &-GEBIETSVERORDNUNGEN - ANALYSE DES AUSWEISUNGSSTANDS UND DER VERORDNUNGSPRAXIS IN ÖSTERREICH
Dunzendorfer W. & M. Hohla (2014), Pflanzensoziologische Untersuchungen zu Sukzessionsstadien auf den Kahlflächen im Vertragsnaturschutz-Areal Hufberg/Plöckenstein anhand von 3 ausgewählten Monitoringflächen -Studie i. A. d. Oö. Landesregierung/Abt. Naturschutz
Ott C. & D. Bock (2014), Überprüfung der Managementmaßnahmen für Grünland und Moore des Prämonstratenser Chorherrenstifts Schlägl -Studie i. A. d. Oö. Landesregierung/Abt. Naturschutz
Friess T., Schlosser L. & W. E. Holzinger (2013), Wanzen (Insecta: Heteroptera) aus Mooren des Böhmerwaldes (Österreich)
Hacker W. et. al. (2011), Europaschutzgebiet Böhmerwald und Mühltäler, Band II Biotopkartierung. Endbericht -Beiträge zur Biotopkartierung Oberösterreich -Studie i. A. d. Oö. Landesregierung/Abt. Naturschutz - Naturraumkartierung OÖ
TIPS Rohrbach (2019), Nachzuchtprojekt Österr. Naturschutzjugend ÖNJ
OÖ Nachrichten (2021), Flussperlmuschel wird von der ÖNJ Haslach erfolgreich nachgezüchtet


Aktualisiert im November 2021 

 

Wiesengebiete im Mühlviertel

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