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NATIONALPARK DURCHQUERUNG

WILDNIS AUF SCHRITT UND TRITT


Gemeinsam mit einem Nationalpark Ranger entdecken wir die schönsten Plätze im Schutzgebiet und erfahren Wissenswertes über die Waldgeschichte und seltene Tiere und Pflanzen, die hier ihre Heimat finden. Auf alten Steigen, durch Schluchten und über Gipfel durchqueren wir das Reichraminger Hintergebirge. Faszinierende Panoramaausblicke und Einblicke in die Waldwildnis belohnen uns für diese anspruchsvolle Tour. Wir übernachten auf gemütlichen Almen und Hütten im Nationalpark Kalkalpen.

Es sind 2-Tages- und 4-Tages-Touren buchbar.




....Wildnis spüren!
Unberührte Natur übt eine magische Anziehungskraft aus. Tage, die wir draußen verbringen, sind wahre Quellen für unser Wohlbefinden.

Der Nationalpark Kalkalpen ist die größte Waldwildnis im Herzen Österreichs und seit 2017 als UNESCO-Weltnaturerbe ausgezeichnet. Hier werden auf weiten Flächen dynamische Prozesse in der Natur wieder zugelassen und ein Stück Wildnis kehrt zurück.

Stürme und Insekten beschleunigen die Walddynamik. Bäume dürfen alt werden, wie es der Lauf der Natur vorsieht. In den natürlichen Bergwäldern wachsen Bäume jeden Alters: vom Keimling bis zum knorrigen Riesen. Gerade alte Bäume und Totholz sind wertvoller Lebensraum für Spechte, Käuze, Fledermäuse, Insekten und Pilze.
Im Nationalpark wächst sogar die mit über 546 Jahren älteste bekannte Buche der Alpen!

Wildnis zeigt, wie Natur wirklich ist. Die Wahrnehmung von Wildnis durch den Menschen ist allerdings sehr individuell. Während ein Windwurf für den einen als Katastrophe gilt, ist er für den anderen ein natürlicher Prozess.

Wildnis steht für unberührt, unbeeinflusst und ursprünglich und somit im Kontrast zur zivilisatorischen Ordnung. Die Ungewissheit darüber, was Natur selbstständig gestaltet, ist für Menschen schwer erträglich. Wildnistoleranz muss geübt werden. Der Mensch wird vom Gestalter zum staunenden Beobachter.

Werde Augenzeuge und begleite einen Nationalpark Ranger auf einer der schönsten Touren durch das Reichraminger Hintergebirge. Tauche ein in das Waldmeer des Nationalpark Kalkalpen, genieße die Stille und spüre einen Hauch von Wildnis!

Wir wandern auf alten Steigen, durch Schluchten und über Gipfel. Wunderbare Panoramaausblicke belohnen für diese anspruchsvolle Tour. Entdecke den kostbaren Schatz an wilder Vielfalt im Nationalpark Kalkalpen!


 

 

DIE TERMINE


DATUM DAUER VERMITTLER/IN TREFFPUNKT ANMELDUNG
Individuelle Termine für Gruppen nach Vereinbarung.

 

 

DETAILS & INFOS

Preis Individueller Termin (Gruppen ab 7 Personen)
Auf Anfrage
Preis Zusatzinformationen

2-Tagestour:  EUR 148 
4-Tagestour: EUR 244
Preise gelten für Erwachsene.
Preise exkl. Nächtigung und Verpflegung.

mind. / max. Teilnehmer
7 / 12
Treffpunkt(e)
4462 Reichraming, Der genaue Treffpunkt wird bei der Anmeldung bekannt gegeben.
4575 Roßleithen, Der genaue Treffpunkt wird bei der Anmeldung bekannt gegeben.
Ausrüstung

Bergschuhe, wetterfeste Kleidung, Regen-/Sonnenschutz und Hüttenschlafsack, Proviant/Getränke für unterwegs, Taschenlampe, Wechselkleidung, Wanderstöcke, Fotokamera.

Besonderer Hinweis

Gute Kondition und Trittsicherheit erforderlich!

Individuelle Termine für Gruppen auf Anfrage möglich.

Allgemeine Tipps
Nationalpark Besucherzentrum Ennstal (4462 Reichraming, Eisenstraße 75)
Web: www.kalkalpen.at/de/Besuchen_Erleben/BESUCHERZENTREN/Besucherzentrum_Ennstal

PRO ADVENTURES - Wald-Hochseilgarten (4463 Großraming, Gartenau 22)
Web: www.nationalparkregion.com/urlaubsinfos/ausflugsziele/wald-hochseilgarten.html

Floß- und Schifffahrt Aigner (4463 Großraming, Rodelsbach 15)
Web: www.ennsspektakel.at

Floß & Co, Floßmeisterei Dirninger
Web: www.floss.at
Einkehrtipps
Landgasthaus Kirchenwirt (4463 Großraming, Kirchenplatz 4)
Web: www.kirchenwirt-ahrer.at

Gasthaus Aglas (4462 Reichraming, Kirchenberg 12)
Web: www.ortbauerngut.at

Gasthof Blasl (4460 Losenstein, Bahnhofstraße 3)
Web: www.gasthof-blasl.at

Bäckerei und Cafe Hohlrieder (4452 Termberg, Hauptstraße 18)
Web: www.hohlrieder.co.at/index.php?id=72

 

TREFFPUNKT

 

DOWNLOADS

Nationalpark Durchquerung Die Tour als PDF im Überblick 1,72 MB Download

 

 

KONTAKT & ANMELDUNG

Name
Nationalpark Besucherzentrum Ennstal
Firma/Organisation/
Verein
Nationalpark O.ö. Kalkalpen Service GmbH
PLZ
4462
Ort
Reichraming
Straße
Eisenstraße 75
Telefon
07254 8414-0
Fax
07254 8414 640

 

 

DEINE NATURVERMITTLER/INNEN

Vermittler Christof  Buchegger

Christof Buchegger

Vermittler Heimo Emmerstorfer

Heimo Emmerstorfer

Vermittler Elisabeth Humer

Elisabeth Humer

Vermittler Hermann Jansesberger

Hermann Jansesberger

Vermittler Claus Lackerbauer

Claus Lackerbauer

 

 

DER SCHAUPLATZ

Nationalpark Kalkalpen

Nationalpark Kalkalpen

Der Nationalpark O.ö. Kalkalpen besteht aus zwei Gebirgseinheiten, dem Reichraminger Hintergebirge und dem Sensengebirge. Er beherbergt eines der letzten, großflächig ohne Siedlungsräume erhaltenen montanen Waldgebiete der Nördlichen Kalkalpen.
Er ist ein großflächiges, montanes Waldgebiet auf unterschiedlichsten Standorten mit unterschiedlichen Waldgesellschaften, insbesondere aber Fichten-Tannen-Buchenwäldern. Daneben gibt es Vorkommen zahlreicher weiterer seltener Lebensräume wie Magerwiesen, Moore und subalpine gehölzfreie Vegetation im Bereich des zentral gelegenen Sengsengebirges. Im Nationalpark brüten alle vier in Oberösterreich vorkommenden Raufußhuhnarten in vitalen Populationen (Auer-, Birk-, Hasel- und Alpenschneehuhn). Auch Steinadler und Weißrückenspecht haben hier bedeutende Populationen.


Weitere Infos zum Gebiet, Landschaftstyp, Flächen 

Aus der Vielzahl der Besonderheiten des Gebiets seien abseits der oben bereits erwähnten nur einige in Stichworten hervorgegriffen: 87 % des Nationlaparks sind mit Wald bedeckt, 65 % der Fläche des Nationalparks ist Wildruhezone. International bedeutendes Feuchtgebiet (Ramsar-Gebiet), weitverzweigtes natürliches Bachsystem (rd. 300 km) und 800 Quellen. Jahrhundertelange Geschichte der Holznutzung, Klausen, Waldbahn. Alpenweit wichtige Position durch Luchsprojekt. Keine Eingriffe seitens des Menschen in der Naturzone, Zulassen von Wildnis, Totholzreichtum. Daher das Credo: Prozessschutz!


Arten (Tiere, Pflanzen) und Lebensräume (Schutzgüter)

Im Gebiet des Nationalpark Kalkalpen gibt es eine sehr große Anzahl an Schutzgütern, die hier nur angedeutet werden:
Tierarten:
Luchs, Alpenbockkäfer, Schwarzstorch, Weißrücken- und Dreizehenspecht, Zwergschnäpper, Skabiosen-Scheckenfalter, Gelbbauchunke, 80 Brutvogelarten (davon 6 Spechtarten, 7 Greifvogelarten und 4 Raufußhuhnarten), 50 Säugetierarten (davon 17 Fledermausarten), 1560 (!) Schmetterlingsarten;
Pflanzenarten:
über 1000 Blütenpflanzen, Moose und Farne, über 40 Orchideenarten und 30 verschiedene Waldgesellschaften.


Schutzzweck und Entwicklungsmaßnahmen
Schutzzweck als Europaschutzgebiet „Nationalpark Oö. Kalkalpen und Umgebung“ (§ 1 Abs. 1) ist die Erhaltung (oder gegebenenfalls die Wiederherstellung) eines günstigen Erhaltungszustands der als Schutzgüter ausgewiesenen Tier- und Pflanzenarten und Lebensräume.


Erlaubte Eingriffe und Maßnahmen

sind unter anderem die Borkenkäferbekämpfung in definierten Randzonen und das Schwenden und Beweiden von Almflächen.


Verordnungen

Gesamte Rechtsvorschrift für V Nationalparkerklärung "Oö. Kalkalpen"
Gesamte Rechtsvorschrift für V Europaschutzgebiet und Landschaftspflegeplan Nationalpark Oö. Kalkalpen und Umgebung


Websites, weiterführende Links

Land OÖ, Naturschutzbuch: Nationalpark KalkalpenEuropaschutzgebiet Nationalpark Oö. Kalkalpen und Umgebung (Vogelschutzgebiet und FFH-Gebiet, AT3111000)
Karte im DORIS anzeigen: Nationalpark Kalkalpen, Europaschutzgebiet Nationalpark Oö. Kalkalpen und Umgebung (Vogelschutzgebiet und FFH-Gebiet, AT3111000)
Website: Nationalpark Kalkalpen
Website: Wikipedia
Website: Nationalparks Austria
Website: OÖ Tourismus GmbH


Literarturtipps

Hauser, E. (1995), Die Groß-Schmetterlingsfauna des Sengsengebirges mit besonderer Berücksichtigung der nachtaktiven Arten (oberösterreichische Kalkalpen), Beiträge zur Naturkunde Oberösterreichs, Band 3, Seiten 239-284
Fischer, R. (1997), Bergahornschluchtwälder (Phyllitido-Aceretum und Arunco-Aceretum) in den Nördlichen Kalkalpen Oberösterreichs, Beiträge zur Naturkunde Oberösterreichs, Band 5, Seiten 309-332
Schlüsslmayr, G. (1999), Die Moose und Moosgesellschaften der Haselschlucht im Reichraminger Hintergebirge (Nationalpark Kalkalpen), Beiträge zur Naturkunde Oberösterreichs, Band 7, Seiten 1-39
Straka, U. (1999), Beobachtungen von Amphibien und Reptilien im Reichraminger Hintergebirge (Oberösterreich) in den Jahren 1992 bis 1997, Beiträge zur Naturkunde Oberösterreichs, Band 7, Seiten 245-274
Weißmair, W. (2001), Zur Amphibienfauna des Nationalparkes Oberösterreichische Kalkalpen, Beiträge zur Naturkunde Oberösterreichs, Band 10, Seiten 553-565
Weigand, E. & J. Wimmer (2002), Bestandserfassung der nach FFH-Richtlinie geschützten Schmetterlingsarten (Lepidoptera) im Gebiet des Nationalpark Kalkalpen (Oberösterreich, Austria), Beiträge zur Naturkunde Oberösterreichs, Band 11, Seiten 579-597
Straka, U. (2004), Amphibienbesiedlung und natürliche Walddynamik im montanen Hintergebirge (Oberösterreich), Beiträge zur Naturkunde Oberösterreichs, Band 13, Seiten 51-53
Aumann, C. (1993), Die Flora der Umgebung von Windischgarsten (Oberösterreich), Stapfia, Band 30
Brands, M., et al. (2000), Natura 2000 und Vogelschutzgebiet Nationalpark Kalkalpen, Informativ, Sonder-Nr. S2, Seite 7
Dorfer, E. (1996), Nationalpark: Nur eine geschützte Landschaft?, Informativ, Heft 04, Seite 4
Limberger , J. (2004), Nationalpark Kalkalpen - Borkenkäferproblematik und Forschung, Informativ, Heft 36, Seiten 4-5
Dirnböck, T. (2007), Auswirkungen des Luftschafstoffs Stickstoff auf die biologische Vielfalt, Informativ, Heft 45, Seiten 14-15
Weigand, E. (2010), Erfassung der Fledermäuse im Nationalpark Kalkalpen, Informativ, Heft 60, Seite 14
Scherzinger, J. (1984), "Hinter Berg und tiefem Tal", ÖKO.L, 6/4, Seiten 23-27
Daucher, H. (1987) Reichraminger Hintergebirge - Modell einer "sanften" Tourismus-Erschließung, ÖKO.L, 9/4, Seiten 3-14
Nagler, H. (1990) Das Reichraminger Hintergebirge als Teil des geplanten "Kalkalpen-Nationalparks", ÖKO.L, 12/3, Seiten 3-12
Hamann, H. (1972) Ein Neufund des echten Höhlenkäfers in Oberösterreich, Apollo, Heft 27, Seiten 4-5
Mitter, H. (1992), Ein weiterer Arctaphaenops-Fund aus dem Sensengebirge in Oberösterreich (Coleoptera, Trechinae), Jahrbuch des Oö. Musealverein, Band 137, Seiten 211-214
Pils, G. (1985/86), Eine botanische Wanderung auf das Sengsengebirge in Oberösterreich, Naturkundliches Jahrbuch d. Stadt Linz, Band 31/32, Seiten 9-32
Stadler, I. (1991), Vegetationskartierung im Reichraminger Hintergebirge mit Schwerpunkt in der Kernzone des Nationalpark-Planungsgebietes (excl. Almen nördlich des Langfirst), Studie i. A. d. Steyrermühl AG
Spitzenberger, F. (1995), Nationalpark Kalkalpen. Auswirkungen der beabsichtigten Flächenamputation auf den Auerhuhnbestand, Vogelkundliche Nachrichten Oö u. Naturschutz aktuell, Band 3, Seiten 84-87
Hochrathner, P. (1997), Qualitative und quantitative Erhebung der Avifauna auf drei ausgewählten Untersuchungsflächen im Sengsengebirge (Transektgebiet) - subalpin bis alpin (Oberösterreich), Vogelkundliche Nachrichten Oö u. Naturschutz aktuell, Band 5, Seiten 9-40
Stadler, I. (1991), Vegetationskartierung im Reichraminger Hintergebirge
Krisai, R. & R. Schmidt (1983), Die Moore Oberösterreichs, Natur und Landschaftsschutz in Oberöstereich, Band 6
Sokoloff S. (2003), Wandererlebnis oberösterreichische Schutzgebiete
Mayrhofer, E. (2011), Wilder Wald im Land des Eisens - Econnoect - Ein Projekt zur Schatzsuche, Vielfalt Natur - Nationalpark Kalkalpen Spezial, Heft 22, Seiten 14-15
Sonnberger, A. (2011) Morsches Holz als Arche Noah, Vielfalt Natur - Nationalpark Kalkalpen Spezial, Heft 22, Seiten 4-5
Fuxjäger, Ch. (2011) Luchsin Freia auf Streifzug, Vielfalt Natur - Nationalpark Kalkalpen Spezial, Heft 22, S 12
Dichlberger, G. & C. Gunz, H. Steinwendtner (2011), Hochwasserabflussstudie Nationalpark Kalkalpen, Forstzeitung, Band 122
Kranz, A. (2008), Zum Fischotter im Nationalpark Kalkalpen in Oberösterreich
Diewald, W., Schleier, V. & M. Sichler (2008), Naturraumkartierung Oberösterreich - Biotopkartierung St. Pankraz 2003, Endbericht - Beiträge zur Biotopkartierung Oberösterreich, Studie i. A. d. Oö. Landesregierung/Abt. Naturschutz - Naturraumkartierung OÖ
Hochrathner-Stadler, I., P. Hochrathner & E. Stadler (2012), Naturraumkartierung Oberösterreich - Biotopkartierung Klaus an der Pyhrnbahn: KG Klaus 1999, Endbericht -Beiträge zur Biotopkartierung Oberösterreich, Studie i. A. d. Oö. Landesregierung/Abt. Naturschutz - Naturraumkartierung OÖ


Aktualisiert im November 2021