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FÜRSTEN IN DER WILDNIS

AUF DEN SPUREN DER GRAFEN LAMBERG


Die reichen Wildbestände im Bodinggraben waren Anziehungspunkt für adelige Jäger aus der ganzen Monarchie. Heute gehört das Gebiet zum Nationalpark Kalkalpen und ist großteils Wildruhezone. Das Forsthaus Bodinggraben, einst Jagdhaus der Grafen Lamberg, ist ein besonderes kulturhistorisches Juwel.
Wir besichtigen mit einem Nationalpark Ranger das Forsthaus mit seiner einzigartigen historischen Einrichtung. Dabei hören wir Geschichten über
das damalige Leben der Jäger und ihrer Jagdgäste.



Das Gebäudeensemble im Bodinggraben ist kulturhistorisch besonders interessant. Es ist vor allem mit dem gräflichen Paar Anna Maria und Franz Emerich von Lamberg verbunden, das sich hier gerne zur Jagd aufhielt. Viele persönliche Spuren – vom geschnitzten Deckentram in der großen Stube des Forsthauses und Bleistiftgraffiti an den Wänden bis zur Gedenktafel an der Rosaliakapelle und der jährlich dort zum Gedächtnis abgehaltenen Messe, erinnern noch heute an sie.

Zum Ensemble Bodinggraben gehören neben dem Forsthaus auch die Rosaliakapelle, das Jägerhaus und das Adjunktenstöckl, deren Entstehungsgeschichte und Bedeutung ebenfalls bei der Führung vermittelt werden.

Der größte kulturhistorische Schatz im Nationalpark ist das Forsthaus Bodinggraben. 1830 ließ Eugen Fürst von Lamberg das Steinhaus als Dienstsitz für Jäger und Unterkunft für Jagdgäste erbauen. 1879 ließ es Franz Emerich Graf von Lamberg in ein großzügig gestaltetes Blockhaus umbauen.
Ab 1878 kaufte er nach und nach alle privaten Liegenschaften im Bereich des Bodinggrabens auf, um hier seinen Besitz zu arrondieren.

Bis 1936 wurde das Forsthaus nur von der Gräflichen Familie und ihren Jagdgästen benutzt. Heute dient das Haus als Dienstwohnung eines Nationalpark Rangers und seiner Familie, die auch die Führungen anbieten. Die bemerkenswerte historische Einrichtung und Gebrauchsgegenstände sind hier erhalten geblieben und können im Rahmen der Führung besichtigt werden.

Gemeinsam mit einem Nationalpark Ranger begibst du dich auf die Spuren der Grafen Lamberg und erfährst, wie die Jäger und deren Jagdgäste damals gelebt haben. Ein Film zeigt weiters historische Bilder aus dem Nationalpark Kalkalpen, überblendet mit heutigen Ansichten, z. B. von den Almen.


 

 

DIE TERMINE


DATUM DAUER VERMITTLER/IN TREFFPUNKT ANMELDUNG
Individuelle Termine für Gruppen nach Vereinbarung.

 

 

DETAILS & INFOS

Preis Fixtermin
Erwachsene
Kinder (bis 14 Jahre)
14.00 Euro (p.P.)
9.00 Euro (p.P.)
Preis Individueller Termin (Gruppen ab 7 Personen)
Erwachsene
Kinder (bis 14 Jahre)
Schulklasse
13.00 Euro
9.00 Euro
9.00 Euro
(p.P.)
(p.P.)
(p.P.)
Preis Zusatzinformationen

Oben genannte Preise gelten für die Halbtagestour.
Kinder in Begleitung ihrer Eltern frei. 
Mindestpauschale für Gruppen halbtags: EUR 170, gilt nicht für Fixtermine. 
Inhaber einer Pyhrn-Priel Card kostenlose Teilnahme an den Fixterminen im Sommer.

Die Wintertermine werden als Kurzführungen durchgeführt: Erwachsene EUR 9,  Kinder EUR 5.

Book a Ranger - individuelle Ranger-Tour: Halbtagestour bis 4 Stunden, EUR 180.

mind. / max. Teilnehmer
7 / 15
Treffpunkt(e)
4591 Molln, Der genaue Treffpunkt wird bei der Anmeldung bekannt gegeben
Ausrüstung

Regenschutz, evtl. Fotoapparat.

Besonderer Hinweis

Die Wanderung ist für Erwachsene, Gruppen, Vereine, Firmen und kulturhistorisch interessierte rüstige Senioren besonders geeignet.





Allgemeine Tipps
Nationalpark Zentrum Molln (4591 Molln, Nationalpark Alllee 1)
Web: www.kalkalpen.at/de/Nationalpark_Zentrum_Molln

Maultrommel Betriebe (4591 Molln, Im Sperrboden 1)
Web: www.maultrommel.at/home.html

Steyrschlucht, Rinnende Mauer
Web: www.nationalparkregion.com/wandern/wanderwege/rundwanderwege/rinnende-mauer-schluchtweg.html
Einkehrtipps
Jagahäusl (4591 Molln, Bodinggraben 2)
Web: www.jagahaeusl.at/index.php/de/

 

TREFFPUNKT

 

DOWNLOADS

Fürsten in der Wildnis Die Tour als PDF im Überblick 1,72 MB Download

 

 

KONTAKT & ANMELDUNG

Name
Nationalpark Zentrum Molln
Firma/Organisation/
Verein
Nationalpark O.ö. Kalkalpen Service GmbH
PLZ
4591
Ort
Molln
Straße
Nationalpark Allee 1
Telefon
07584 3651
Fax
07584 3654

 

 

DEINE NATURVERMITTLER/INNEN

Vermittler Erni Kirchweger

Erni Kirchweger

Vermittler Michael Kirchweger

Michael Kirchweger

Vermittler Eric Mitterhauser

Eric Mitterhauser

 

 

DER SCHAUPLATZ

Nationalpark Kalkalpen

Nationalpark Kalkalpen

Der Nationalpark O.ö. Kalkalpen besteht aus zwei Gebirgseinheiten, dem Reichraminger Hintergebirge und dem Sensengebirge. Er beherbergt eines der letzten, großflächig ohne Siedlungsräume erhaltenen montanen Waldgebiete der Nördlichen Kalkalpen.
Er ist ein großflächiges, montanes Waldgebiet auf unterschiedlichsten Standorten mit unterschiedlichen Waldgesellschaften, insbesondere aber Fichten-Tannen-Buchenwäldern. Daneben gibt es Vorkommen zahlreicher weiterer seltener Lebensräume wie Magerwiesen, Moore und subalpine gehölzfreie Vegetation im Bereich des zentral gelegenen Sengsengebirges. Im Nationalpark brüten alle vier in Oberösterreich vorkommenden Raufußhuhnarten in vitalen Populationen (Auer-, Birk-, Hasel- und Alpenschneehuhn). Auch Steinadler und Weißrückenspecht haben hier bedeutende Populationen.


Weitere Infos zum Gebiet, Landschaftstyp, Flächen 

Aus der Vielzahl der Besonderheiten des Gebiets seien abseits der oben bereits erwähnten nur einige in Stichworten hervorgegriffen: 87 % des Nationlaparks sind mit Wald bedeckt, 65 % der Fläche des Nationalparks ist Wildruhezone. International bedeutendes Feuchtgebiet (Ramsar-Gebiet), weitverzweigtes natürliches Bachsystem (rd. 300 km) und 800 Quellen. Jahrhundertelange Geschichte der Holznutzung, Klausen, Waldbahn. Alpenweit wichtige Position durch Luchsprojekt. Keine Eingriffe seitens des Menschen in der Naturzone, Zulassen von Wildnis, Totholzreichtum. Daher das Credo: Prozessschutz!


Arten (Tiere, Pflanzen) und Lebensräume (Schutzgüter)

Im Gebiet des Nationalpark Kalkalpen gibt es eine sehr große Anzahl an Schutzgütern, die hier nur angedeutet werden:
Tierarten:
Luchs, Alpenbockkäfer, Schwarzstorch, Weißrücken- und Dreizehenspecht, Zwergschnäpper, Skabiosen-Scheckenfalter, Gelbbauchunke, 80 Brutvogelarten (davon 6 Spechtarten, 7 Greifvogelarten und 4 Raufußhuhnarten), 50 Säugetierarten (davon 17 Fledermausarten), 1560 (!) Schmetterlingsarten;
Pflanzenarten:
über 1000 Blütenpflanzen, Moose und Farne, über 40 Orchideenarten und 30 verschiedene Waldgesellschaften.


Schutzzweck und Entwicklungsmaßnahmen
Schutzzweck als Europaschutzgebiet „Nationalpark Oö. Kalkalpen und Umgebung“ (§ 1 Abs. 1) ist die Erhaltung (oder gegebenenfalls die Wiederherstellung) eines günstigen Erhaltungszustands der als Schutzgüter ausgewiesenen Tier- und Pflanzenarten und Lebensräume.


Erlaubte Eingriffe und Maßnahmen

sind unter anderem die Borkenkäferbekämpfung in definierten Randzonen und das Schwenden und Beweiden von Almflächen.


Verordnungen

Gesamte Rechtsvorschrift für V Nationalparkerklärung "Oö. Kalkalpen"
Gesamte Rechtsvorschrift für V Europaschutzgebiet und Landschaftspflegeplan Nationalpark Oö. Kalkalpen und Umgebung


Websites, weiterführende Links

Land OÖ, Naturschutzbuch: Nationalpark KalkalpenEuropaschutzgebiet Nationalpark Oö. Kalkalpen und Umgebung (Vogelschutzgebiet und FFH-Gebiet, AT3111000)
Karte im DORIS anzeigen: Nationalpark Kalkalpen, Europaschutzgebiet Nationalpark Oö. Kalkalpen und Umgebung (Vogelschutzgebiet und FFH-Gebiet, AT3111000)
Website: Nationalpark Kalkalpen
Website: Wikipedia
Website: Nationalparks Austria
Website: OÖ Tourismus GmbH


Literarturtipps

Hauser, E. (1995), Die Groß-Schmetterlingsfauna des Sengsengebirges mit besonderer Berücksichtigung der nachtaktiven Arten (oberösterreichische Kalkalpen), Beiträge zur Naturkunde Oberösterreichs, Band 3, Seiten 239-284
Fischer, R. (1997), Bergahornschluchtwälder (Phyllitido-Aceretum und Arunco-Aceretum) in den Nördlichen Kalkalpen Oberösterreichs, Beiträge zur Naturkunde Oberösterreichs, Band 5, Seiten 309-332
Schlüsslmayr, G. (1999), Die Moose und Moosgesellschaften der Haselschlucht im Reichraminger Hintergebirge (Nationalpark Kalkalpen), Beiträge zur Naturkunde Oberösterreichs, Band 7, Seiten 1-39
Straka, U. (1999), Beobachtungen von Amphibien und Reptilien im Reichraminger Hintergebirge (Oberösterreich) in den Jahren 1992 bis 1997, Beiträge zur Naturkunde Oberösterreichs, Band 7, Seiten 245-274
Weißmair, W. (2001), Zur Amphibienfauna des Nationalparkes Oberösterreichische Kalkalpen, Beiträge zur Naturkunde Oberösterreichs, Band 10, Seiten 553-565
Weigand, E. & J. Wimmer (2002), Bestandserfassung der nach FFH-Richtlinie geschützten Schmetterlingsarten (Lepidoptera) im Gebiet des Nationalpark Kalkalpen (Oberösterreich, Austria), Beiträge zur Naturkunde Oberösterreichs, Band 11, Seiten 579-597
Straka, U. (2004), Amphibienbesiedlung und natürliche Walddynamik im montanen Hintergebirge (Oberösterreich), Beiträge zur Naturkunde Oberösterreichs, Band 13, Seiten 51-53
Aumann, C. (1993), Die Flora der Umgebung von Windischgarsten (Oberösterreich), Stapfia, Band 30
Brands, M., et al. (2000), Natura 2000 und Vogelschutzgebiet Nationalpark Kalkalpen, Informativ, Sonder-Nr. S2, Seite 7
Dorfer, E. (1996), Nationalpark: Nur eine geschützte Landschaft?, Informativ, Heft 04, Seite 4
Limberger , J. (2004), Nationalpark Kalkalpen - Borkenkäferproblematik und Forschung, Informativ, Heft 36, Seiten 4-5
Dirnböck, T. (2007), Auswirkungen des Luftschafstoffs Stickstoff auf die biologische Vielfalt, Informativ, Heft 45, Seiten 14-15
Weigand, E. (2010), Erfassung der Fledermäuse im Nationalpark Kalkalpen, Informativ, Heft 60, Seite 14
Scherzinger, J. (1984), "Hinter Berg und tiefem Tal", ÖKO.L, 6/4, Seiten 23-27
Daucher, H. (1987) Reichraminger Hintergebirge - Modell einer "sanften" Tourismus-Erschließung, ÖKO.L, 9/4, Seiten 3-14
Nagler, H. (1990) Das Reichraminger Hintergebirge als Teil des geplanten "Kalkalpen-Nationalparks", ÖKO.L, 12/3, Seiten 3-12
Hamann, H. (1972) Ein Neufund des echten Höhlenkäfers in Oberösterreich, Apollo, Heft 27, Seiten 4-5
Mitter, H. (1992), Ein weiterer Arctaphaenops-Fund aus dem Sensengebirge in Oberösterreich (Coleoptera, Trechinae), Jahrbuch des Oö. Musealverein, Band 137, Seiten 211-214
Pils, G. (1985/86), Eine botanische Wanderung auf das Sengsengebirge in Oberösterreich, Naturkundliches Jahrbuch d. Stadt Linz, Band 31/32, Seiten 9-32
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Stadler, I. (1991), Vegetationskartierung im Reichraminger Hintergebirge
Krisai, R. & R. Schmidt (1983), Die Moore Oberösterreichs, Natur und Landschaftsschutz in Oberöstereich, Band 6
Sokoloff S. (2003), Wandererlebnis oberösterreichische Schutzgebiete
Mayrhofer, E. (2011), Wilder Wald im Land des Eisens - Econnoect - Ein Projekt zur Schatzsuche, Vielfalt Natur - Nationalpark Kalkalpen Spezial, Heft 22, Seiten 14-15
Sonnberger, A. (2011) Morsches Holz als Arche Noah, Vielfalt Natur - Nationalpark Kalkalpen Spezial, Heft 22, Seiten 4-5
Fuxjäger, Ch. (2011) Luchsin Freia auf Streifzug, Vielfalt Natur - Nationalpark Kalkalpen Spezial, Heft 22, S 12
Dichlberger, G. & C. Gunz, H. Steinwendtner (2011), Hochwasserabflussstudie Nationalpark Kalkalpen, Forstzeitung, Band 122
Kranz, A. (2008), Zum Fischotter im Nationalpark Kalkalpen in Oberösterreich
Diewald, W., Schleier, V. & M. Sichler (2008), Naturraumkartierung Oberösterreich - Biotopkartierung St. Pankraz 2003, Endbericht - Beiträge zur Biotopkartierung Oberösterreich, Studie i. A. d. Oö. Landesregierung/Abt. Naturschutz - Naturraumkartierung OÖ
Hochrathner-Stadler, I., P. Hochrathner & E. Stadler (2012), Naturraumkartierung Oberösterreich - Biotopkartierung Klaus an der Pyhrnbahn: KG Klaus 1999, Endbericht -Beiträge zur Biotopkartierung Oberösterreich, Studie i. A. d. Oö. Landesregierung/Abt. Naturschutz - Naturraumkartierung OÖ


Aktualisiert im November 2021