Monika Berger, Christian Schröck, 07. Mai 2026

Projekt AMooRe

  • Raus! Magazin
Das LIFE-Projekt „AMooRe“ ist ein strategisches Projekt zur Umsetzung der Moorstrategie Österreich 2030+. Ziele des Projektes sind neben dem Wissensaufbau und dem Wissenstransfer zum Lebensraum Moor vor allem die Revitalisierung von Moorflächen sowie die Sensibilisierung der breiten Gesellschaft für die Bedeutung dieser einzigartigen Ökosysteme.

Auf einer Umsetzungsfläche von etwa 1.400  ha (das entspricht rund 2000 Fußballfeldern) sollen die Bedingungen für 13  verschiedene Lebensraumtypen und 37 damit verbundene Arten von hohem Erhaltungswert gemäß FFH-Richtlinie verbessert werden.

 

Moore sind besondere Lebensräume. Ihr Lebenselixier ist das Wasser. Sie entstehen dort, wo in Böden mit Wassersättigung die Torfbildung beginnt.


Welche Moore gibt es?
Günstig für die Entstehung von Mooren sind Tal- und Beckenlagen sowie sanfte Geländeformen in niederschlagsreichen Gebieten. Entscheidend ist ein dauerhaftes Überwiegen der Niederschläge gegenüber der Verdunstung sowie ein wasserstauender Untergrund, der die Ansammlung von Wasser ermöglicht. In der Moorökologie unterscheidet man verschiedene Moortypen anhand der Herkunft ihres Wassers. Die grundlegendsten Moor­typen sind die Hochmoore und Niedermoore.
Niedermoore sind von Wasser aus dem Boden, also Grundwasser, Quellwasser oder Sickerwasser abhängig, und sind im Vergleich zu Hochmooren etwas nährstoff­reichere Standorte. Glaziale Seen und feuchte Senken entwickelten sich durch Verlandung und Versumpfung häufig zu Niedermooren. Durch das stetige Wachstum der Torfmoose kann sich ein Niedermoor schließlich auch zu einem Hochmoor entwickeln. Hochmoore sind Moore, die ausschließlich über Regenwasser gespeist werden. Es handelt sich daher auch um sehr nährstoffarme Standorte. Aufgrund der extremen Umweltbedingungen findet man hier nur wenige spezialisierte Tier- und Pflanzenarten.

Torfmoose? Was macht diese Pflanze aus?
Torfmoose sind die Baumeister der Moore. Aus den unterirdisch liegenden, abgestorbenen Pflanzenteilen der Torfmoose entsteht unter Luftabschluss Torf. Da kein Sauerstoff zu den abgestorbenen Pflanzenteilen gelangt, werden diese nicht zersetzt, sondern im Wasser konserviert. Die Torfschicht wächst so im Schnitt 1 mm pro Jahr.

Der Mensch und das Moor
Sehr lange Zeit hatten die Menschen großen Respekt oder sogar Angst vor Mooren. Um diese Landschaften rankten sich häufig Mythen und man glaubte, in ihnen würden geheimnisvolle Wesen leben. Bereits in der Bronzezeit entdeckte man Torf als Brennstoff, und zum Teil wird er noch bis heute als Energieträger verwendet und abgebaut. Neben dem Abbau von Torf als Rohstoff begann vor einigen Jahrhunderten die intensive Nutzung von Moorflächen. Der Siedlungsbau sowie forstwirtschaftliche und landwirtschaftliche Interessen waren hier die treibenden Faktoren. Um die Flächen nutzbar zu machen, wurden Gräben und Drainagesysteme in großem Umfang zur Entwässerung angelegt.

Warum sollte man diese Flächen ­revitalisieren?
Moore spielen eine entscheidende Rolle im Wasserkreislauf. Sie können große Mengen an Wasser speichern und wirken damit im Fall von Überschwemmungen oder Dürreperioden als Puffer. Diese Funktion können sie aber nur dann erfüllen, wenn ihr Torfkörper intakt ist. Zur Zerstörung des Torfkörpers kommt es dann, wenn durch Entwässerungsmaßnahmen Sauerstoff in den Torf gelangt und sich dieser zu zersetzen beginnt. Moore leisten durch ihre Filterwirkung einen wichtigen Beitrag zur Aufrechterhaltung einer guten Wasserqualität, sind Lebensraum vieler seltener und bedrohter Tier- und Pflanzenarten und zudem in der Lage, große Mengen an Kohlenstoff zu speichern.

 

 

Fact: Weltweit bedecken Moore 3 % der Landfläche, binden aber etwa doppelt so viel Kohlenstoff wie die Biomasse aller Wälder der Erde zusammen.

Oö. Naturwache – Im Auftrag der Natur

Um unsere Moore, genau wie andere Naturjuwelen zu bewahren, bedarf es kompetenter Unterstützung: rund 300 freiwillige Naturwacheorgane setzen sich in Oberösterreich ehrenamtlich für den Schutz unserer Natur ein. Sie tun das mit Engagement, Fachwissen, im direkten Kontakt mit den Menschen vor Ort und im Austausch mit Partnerorganisationen in ganz Österreich.

  • Unterstützung der Naturschutzbehörden
  • Freundliche Aufklärung vor Strafe
  • Achtsame Kontrolle – verantwortungsvoll und gesetzlich geregelt

Gut ausgebildet und offiziell anerkannt, mit Abzeichen und Dienstausweis, sind Naturwacheorgane im Einsatz für unsere Natur.

Naturwacheorgane

Oö. Naturwache – Im Auftrag der Natur

Um unsere Moore, genau wie andere Naturjuwelen zu bewahren, bedarf es kompetenter Unterstützung: rund 300 freiwillige Naturwacheorgane setzen sich in Oberösterreich ehrenamtlich für den Schutz unserer Natur ein. Sie tun das mit Engagement, Fachwissen, im direkten Kontakt mit den Menschen vor Ort und im Austausch mit Partnerorganisationen in ganz Österreich.

  • Unterstützung der Naturschutzbehörden
  • Freundliche Aufklärung vor Strafe
  • Achtsame Kontrolle – verantwortungsvoll und gesetzlich geregelt

Gut ausgebildet und offiziell anerkannt, mit Abzeichen und Dienstausweis, sind Naturwacheorgane im Einsatz für unsere Natur.

Naturwacheorgane

Moorland Oberösterreich

Die Moore bei Gosau, die Moorlandschaften am Irrsee, das Gerlhamer Moor, das Tanner Moor sowie das Ibmer Moor, als größter Moorkomplex Österreichs, zählen neben vielen weiteren Gebieten zum weitgehend ­geschützten heimischen Moorbestand.

In vielen dieser Gebiete gibt es auch Angebote im Rahmen von Naturschauspiel:

• Faszination Gmöser Moor
• Gerli, die Hexe vom Gerlhamer Moor
• Irrlichter und Moorgeister
• Labor im Moor
• Moor-Detektive unterwegs
• Moor Move
• Moorerlebnis für Gruppen
• Naturerlebnis Löckenmoos
• Schatzsuche im Tanner Moor
• Sinnesreise durch Wald, Wiese und Moor
• Was meckert hier Moor
• Wo Pflanzen Tiere fressen

 

Lies den ganzen Artikel im Raus!. Bestelle dir unser kostenloses Magazin:

RAUS! mit Haltung

Unser NATURSCHAUSPIEL Magazin Raus! mit „Haltung“ erscheint Anfang April.

Die aktuelle Coverstory widmet sich der Konrad Lorenz Forschungsstelle und dem Wildpark Grünau. Im Mittelpunkt stehen zudem aktuelle Naturschutzprojekte sowie Menschen, die mit ihrem Engagement und ihrem fachlichen Wissen unsere Touren prägen. Ergänzt wird die Ausgabe durch umfassende Informationen für Schulen, ein besonderes Extra ist ein Amphibien-Poster in der Heftmitte.

Schlagworte

  • Raus! Magazin