Warscheneck-Süd Wurzeralm
Naturschauspiele
Mit Kräutern, Geschichten und Jodlern in die Bergwelt wandern. Wildkräuter-Geheimnisse, faszinierende Baumriesen und überlieferte Sagen begleiten uns auf dem Weg in ausgesuchte Alm-Paradiese vom Hintergebirge über den Hengstpass zur Wurzeralm und in die Traunsee-Almtal-Region. Der Blütenreichtum unserer Almen bringt uns zum Staunen und wir genießen die Atmosphäre auf der Alm. Gerne stimmen wir hier oben mit Groß und Klein einen gemeinsamen Jodler an.
Alte Bergweälder und blühende Bergwiesen im Kastgebirge erleben. Das Warscheneckgebiet ist eine der schönsten Naturlandschaften Österreichs. Es bietet unterschiedlichste Lebensräume für Pflanzen und Tiere und somit eine unvergleichliche Arten- und Formenvielfalt. Auf vier unterschiedlichen Routen lernen wir diese Phänomene kennen: In der urtümlichen Landschaft des Wurzeralmgebietes mit seinen Mooren, im größten Lärchen-Zirbenurwald der Ostalpen, im sonnigen Almgebiet und im Hochgebirge am Weg zur Dümlerhütte.
Mit Schneeschuhen durch die Stille. Das Warscheneckgebiet ist eine der hochwertigsten und schönsten Naturlandschaften Österreichs. Es bietet unterschiedlichste Lebensräume für Pflanzen und Tiere und somit eine unvergleichliche Arten- und Formenvielfalt. Auf zwei unterschiedlichen Routen lernen wir Phänomene wie die Idyllischen Teichlboden und den Lärchen-Zirbenurwald im Winter kennen.
Zahlen & Fakten
Landschaftsschutzgebiet, Isg08
Gemeinde Spital am Pyhrn, Bezirk Kirchdorf – Kartenansicht
257,59 Hektar
Details zu Warscheneck-Süd Wurzeralm
Die Wurzeralm ist eine Hochalm, die sich durchschnittlich auf 1.400 m Seehöhe befindet. Die Gesamtfläche beträgt 275 Hektar, davon sind 96 Hektar Weidefläche. Im direkten Anschluss an das Landschaftsschutzgebiet Wurzeralm liegen 3 weitere Naturschutzgebiete: „Warscheneck-Süd Frauenkar und Warscheneck-Süd Purgstall – Brunnsteiner Kar“ (n110, 1.119 ha), „Warscheneck Süd-Wurzeralm Stubwies“ (n165, 817 ha) und „Warscheneck Süd-Stubwies“ (n096, 767 ha), woran im Norden das NSG „Warscheneck Nord“ (n134, 2.697 ha) anschließt.
Historisches: 1950 wurden im Gebiet In der Höll geritzte Felszeichnungen mit menschen- und tierförmigen Motiven entdeckt, frühestens aus dem Mittelalter stammend.
Weitere Infos
Die Wurzeralm zeichnet sich durch eine große Biotopenvielfalt (Feuchtwiesen, Moorgebiete, Zwergstrauchheide, Nadelwald und Almweide) und eine besonders vielfältige Vegetation aus. Das Untere und Obere Filzmoos sind zwei Latschenhochmoore, die als die höchstgelegenen der Nordalpen gelten. Hier gedeihen der Rundblättrige Sonnentau, seltene Seggen, Binsen und Torfmoose sowie Trollblume, Eisenhutblättriger Hahnenfuß, Alpenschnittlauch und Bewimperte Alpenrose.
Besondere Bedeutung hat der Brunnsteinersee für Amphibien. Hier versammeln sich viele Grasfrösche (Rana temporaria) zur Paarung und zur Laichablage. Da der See oft sehr lange mit den Schneemassen von Lawinen bedeckt ist, erfolgt die Eiablage erst im Juli, wodurch die Kaulquappen oft nicht mehr im selben Jahr zur Metamorphose gelangen, sondern im Wasser überwintern müssen. Weiter sind auch Bergmolch (Triturus alpestris) und (…) Alpensalamander (Salamandra atra) häufig anzutreffen.
Vogelwelt: Abgesehen von den großen Greifvogelarten sind unter vielen anderen auch Waldbaumläufer, Wintergoldhähnchen und Baumpiper und Mauerläufer zu Hause.
Schutzzweck und Entwicklungsmaßnahmen
Erlaubte Eingriffe und Maßnahmen:
Neubauten, Neuanlagen von Wegen und weitere Erschließungen bedürfen einer Bewilligung der Behörde. Die Moorgebiete dürfen nicht betreten werden. Die Einzelstammentnahme (außer Zirben) ist bewilligungspflichtig. Erlaubt ist Beweidung (+Weidezaunerrichtungen), Loipenpräparierung, Schitourengehen auf üblichen Routen, ansonsten gelten im Wesentlichen die sonst üblichen Bestimmungen für Landschaftsschutzgebiete.
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Amt
Michael Brands
Telefon: 0732-7720-11893
E-Mail: michael.brands@ooe.gv.at
Karin Pindur
Telefon: 0732-7720-11896
E-Mail: karin.pindur@ooe.gv.at
- Land OÖ, Naturschutzbuch
- https://de.wikipedia.org/wiki/Wurzeralm
- https://www.ausflugstipps.at/oesterreich-tour/detail/430002466/wanderalm-wurzeralm.html
- https://www.alpenverein.at/linz/berichte/berichte/natur/bergparadies-warscheneck.php
- Artikel im Informativ 2006: Wurzerlalm Sommererlebnis – eine Alm macht mobil
- Teichlboden, Ein Bach wird verschluckt: S. 27
- https://www.land-oberoesterreich.gv.at/files/naturschutz_db/Nagelprobe_OOe-Natursschutz_Jungwirth.pdf
- Bericht Biotopkartierung Gemeinde Spital am Phyrn
| Schratter, H. | 2006 | Wurzeralm – Sommererlebnis. Eine Alm macht mobil. -Informativ, Heft 42:, 18-19, Linz. | Link |
| Rechberger, H. | 1985 | Oberösterreich Wanderbare Naturschutzgebiete. -Natur und Landschaftsschutz in Oberöstereich, , 31S, Linz. | Link |
| Jungwirth H. | 2010 | Warscheneck – Nagelprobe für den oberösterreichischen Naturschutz. -Bergauf, 4/2010:34-37, (Erscheinungsort unbekannt). | Link |
| Weinmeister,B. | 1967 | Geschützte und schutzbedürftige Landschaften Oberösterreichs. -in: Landschaft Oberösterreich2-14, Linz. | Link |
| Steiner E. | 2010 | GIS- gestützte Habitatmodellierung für Auerhuhn im Naturschutzgebiet Warscheneck. -Dipl.Arb. Univ. Linz, 97S., Rottenmann. | Link |
| Sichler,M. et.al | 2006 | Naturraumkartierung Oberösterreich – Biotopkartierung Spital am Pyhrn Süd 2002. Endbericht. -Beiträge zur Biotopkartierung Oberösterreich, Studie i.A.d. Oö. Landesregierung/Abt. Naturschutz – Naturraumkartierung OÖ, 387S, Kirchdorf an der Krems. | Link |