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MIT BECHERLUPE UND KESCHER AN DIE POLSENZ

ALTER BACH IM NEUEN BETT


Wir haben die Gelegenheit, einen im Jahr 2007 renaturierten Abschnitt der Polsenz kennenzulernen. Auf der Entdeckungsreise in den Lebensraum Fließgewässer beobachten wir die Tier- und Pflanzenwelt. Wir fragen uns, warum und wie sich Bäche im Laufe der Zeit verändern, wieso es Hochwasser gibt und warum es wichtig ist, dass Wasser sauber ist.



Im Jahr 2007 wurde ein ca. 500 m langer Teilabschnitt der Polsenz im Bereich der Gemeinde St. Marienkirchen an der Polsenz nahe dem Ortszentrum renaturiert.

Unter Renaturierung versteht man die Wiederherstellung von naturnahen Lebensräumen. Wo es vorher nur ein schnurgerades Gerinne gab, das mit Blocksteinen eingefasst war und bei schweren Regenfällen regelmäßig über die Ufer trat, ist nun wieder ein annähernd natürliches Bachbett entstanden.
Das Bachbett der Polsenz wurde aufgeweitet, wodurch der Bach wieder die Möglichkeit erhält, Mäander zu bilden. Dadurch wurde ein weitgehend natürlicher Fließweg hergestellt, der die Strömungsgeschwindigkeit und die Überschwemmungsgefahr reduziert, da das Wasser jetzt genügend Platz hat, um sich auszubreiten.
Unter diesen neuen und besseren Bedingungen kann man in diesem Abschnitt des Baches richtig dabei zusehen, wie Tiere und Pflanzen ihren angestammten Lebensraum zurückerobern.

Im darauf folgenden Abschnitt der Polsenz, flussabwärts - zusätzlich optisch noch durch eine Brücke getrennt - können wir die gewässerregulierenden Maßnahmen der 60er und 70er Jahre des vorigen Jahrhunderts und ihre zerstörerischen Auswirkungen auf die Fauna und Flora des Baches sehr gut in Augenschein nehmen.

Anhand dieser beiden so unterschiedlichen und direkt aufeinander folgenden Abschnitte der Polsenz ist ihr Erscheinungsbild und ihre Diversität sehr schön zu vergleichen.

Gemeinsam halten wir Ausschau nach Amphibien, Insekten und anderen Wasserbewohnern, entnehmen einzelne Tiere behutsam mit dem Kescher und bestimmen sie genauer. Wir lernen dabei die vielfältigen Anpassungen der Tiere an den Lebensraum Wasser kennen: Fortbewegung, Atmung und Nahrungsaufnahme.
Anhand der vorkommenden Wassertiere nehmen wir außerdem eine biologische Gewässergütebestimmung vor.

Wenn es das Wetter zulässt, können wir barfuß den Bach durchqueren!


 

 

DIE TERMINE


DATUM DAUER VERMITTLER/IN TREFFPUNKT ANMELDUNG
Individuelle Termine für Gruppen nach Vereinbarung.

 

 

DETAILS & INFOS

Preis Fixtermin
Kinder (bis 14 Jahre)
5.00 Euro (p.P.)
Preis Individueller Termin (Gruppen ab 7 Personen)
Kinder (bis 14 Jahre)
Schulklasse
5.00 Euro
5.00 Euro
(p.P.)
(p.P.)
Preis Zusatzinformationen

Im Preis sind Obstsäfte aus dem Naturpark und ein Naturpark-Entdeckerheft für Kinder enthalten. Außerdem erhält jede Schulklasse das Poster "Die Vogelwelt der Streuobstwiesen".

Ermäßigung
10% für OÖ Familienkarte, OÖN-Card, 4youCard, ÖAMTC-Clubkarte, STEYR Shopping Card, Donauregion OÖ
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mind. / max. Teilnehmer
7 / 20
Treffpunkt(e)
4076 St. Marienkirchen an der Polsenz, Kirchenplatz 12 (Mostspitz St. Marienkirchen, Marktplatz, unterhalb der Kirche)
Ausrüstung

Dem Wetter entsprechende Kleidung und passendes Schuhwerk (Gummistiefel oder Badeschuhe / Sandalen, mit denen man problemlos ins Wasser gehen kann), ein kleines Handtuch zum Abtrocknen, Jause und Getränke.

Vermittler/innen
Besonderer Hinweis

Gruppengröße: mindestens 7 bis maximal 20 Teilnehmer.
Ersatztermin bei Schlechtwetter.

Für Schulklassen und Gruppen zu individuellen Terminen von Mai bis Oktober buchbar.

Dauer: 3 bis 4 Stunden.

Weitere Zielgruppen: Ferienpassaktion für Gemeinden aus dem näheren Umkreis.

Allgemeine Tipps
Mostmuseum (4076 St. Marienkirchen a.d. Polsenz, Kirchenplatz 10)
Web: www.mostmuseum.at

Zoo Schmiding (4631 Krenglbach, Schmidingerstraße 5)
Web: www.zooschmiding.at

Urlaubsregion Vitalwelt Bad Schallerbach
Web: www.vitalwelt.at

Wandern am Donausteig
Web: www.donauregion.at
Einkehrtipps
Gasthaus Baumgartner (4076 St. Marienkirchen an der Polsenz, Westerberg 8)
Web: www.gh-baumgartner.at

Mostheuriger Winkler vlg. Ebner in Eben (4076 St. Marienkirchen, Eben 4)
Web: www.obsthuegelland.at/produkte-betriebe/mostschaenken/mostschaenke-ebner/

Gasthof "Zum Dorfwirt" (4075 Breitenaich Nr. 32)
Web: www.dorfwirt-breitenaich.at

Gasthaus Bachleitner (4075 Scharten, Finklham 20)
Web: www.gasthaus-bachleitner.at

Mostheuriger Eigner (4612 Scharten, Finklham 44)
Web: www.obsthuegelland.at/produkte-betriebe/mostschaenken/mostheuriger-eigner/

 

TREFFPUNKT

 

DOWNLOADS

Mit Becherlupe und Kescher an die Polsenz Die Tour als PDF im Überblick 1,72 MB Download

 

 

KONTAKT & ANMELDUNG

Name
Mag. Siglinde Hollnsteiner
Firma/Organisation/
Verein
Naturpark Obst-Hügel-Land
PLZ
4076
Ort
St. Marienkirchen/P.
Straße
Kirchenplatz 1
Telefon
07249 47112-25

 

 

DEINE NATURVERMITTLER/INNEN

Vermittler Gudrun Fuß

Gudrun Fuß

Vermittler Brigitte Gaisböck

Brigitte Gaisböck

Vermittler Julia Kropfberger

Julia Kropfberger

Vermittler Maria Mach

Maria Mach

 

 

DER SCHAUPLATZ

Naturpark Obst-Hügel-Land

Naturpark Obst-Hügel-Land

Der Naturpark Obst-Hügel-Land ist eine von Streuobstwiesen und Obstbaumalleen geprägte Kulturlandschaft in hügeligem Schliergebiet. Hier blieben alte und traditionelle Landschaftsformen in großer Zahl erhalten, die in anderen Regionen Oberösterreichs schon längst verschwunden sind.


Weitere Infos zum Gebiet, Landschaftstyp, Flächen 

Schlier ist eine Bezeichnung für eine schiefrige, blaugraue Gesteinsart. Es handelt sich dabei um schluffigen oder feinsandigen Mergel (kalkhaltiger Ton). In der Form des schluffigen Mergels ist es ein Hauptbestandteil der Molasse, die in den alpinen Tertiärbecken abgelagert wurde. Unter Schluff (auch Silt) versteht man unverfestigte Sedimente (Feinböden) und Sedimentgesteine mit einer Korngröße von 0,002 mm bis 0,063 mm - eine Mittelstellung zwischen dem gröberen Sand und dem feineren Ton.
Die sanft hügelige Landschaft im Naturpark Obst-Hügel-Land lädt zum Wandern, Radfahren, Laufen und Nordic Walken ein. Auf elf Rundwanderwegen (z. B. am Kirschblütenweg) lassen sich alle vier Viertel Oberösterreichs überblicken.
Im Frühling blüht die Region so richtig auf. Die Blüten der vielen alten Obstbäume bieten ein wunderschönes Naturschauspiel. Bodenständige Mostschänken und Gasthäuser machen auch die Pausen zu einem Genuss. Nach oder während einer Wanderung schmecken das Glas Most und die Jause noch besser. Die Rundwege sind durchwegs für Familien mit Kleinkindern geeignet.


Arten (Tiere, Pflanzen) und Lebensräume (Schutzgüter)

Tiere:
viele höhlenbewohnende Vögel, Gartenrotschwanz, Kiebitz, Fledermäuse und Säugetiere sowie für eine Vielzahl von Insektenarten und Wildbienen (der hohe Anteil an alten Mostobstbäumen mit Baumhöhlen als Brut- und Rückzugshabitate spielt hierbei eine bedeutende Rolle), 7 Amphibienarten, Ringelnatter, Blindschleiche;
Pflanzen:
Zweiblättrige Waldhyazinthe, Karthäuser-Nelke, Wiesen-Salbei. Dazu gibt es auch 2 ausführliche Naturraumkartierungen (s. Literaturtipps);
Lebensräume:
Streuobstwiesen, Eichen-Hainbuchenwälder, eschen- und schwarzerlenreiche Bachufergehölze, Bruchweiden, in kleinen Senken treten Schwarzerlen-Sumpfwälder auf;


Erlaubte Eingriffe und Maßnahmen:

Es gelten im Wesentlichen die üblichen für Naturparke festgesetzten Bestimmungen (s. Kategorien Schutzgebiete), darüber hinaus ist die Bewilligungspflicht für bestimmte Anlagen (wie die Schaffung von Fremdenverkehrseinrichtungen, Aussichtswarten, Parkplätzen, Errichtung von Freizeitanlagen u. Ä.) in der Verordnung angeführt.


Verordnung

Gesamte Rechtsvorschrift für V Landschaftsschutzgebiet Naturpark "Obst-Hügel-Land" in Scharten und St. Marienkirchen/P.


Websites, weiterführende Links

Land OÖ, Naturschutzbuch: Naturpark Obst-Hügel-Land
Karte im DORIS anzeigen: Naturpark Obst-Hügel-Land
Website: Naturpark Obst-Hügel-Land
Website: Österreichische Naturparke
Website: Wikipedia


Literaturtipps

Strauch, M. (2005), "Obst-Hügel-Land" - der 2. Naturpark Oberösterreichs, Informativ, Heft 38, Seiten 10-12
Kunisch, J. (2006), Entstehung des Naturparks ObstHügelLand, Informativ, Heft 42, Seiten 12-14
Silber, R. (2006), Obstbaumpflanzenaktion im Naturpark Obst-Hügel-Land, Informativ, Heft 44, Seiten 12-13
Brands, M. (2006), Qualitätskriterien für österreichische Naturparke, Informativ, Heft 44, Seiten 14-16
Kropfberger, J. (2009), Fotowettbewerb "Naturpark Obst-Hügel-Land - eine Reise durch die vier Jahreszeiten, Informativ, Heft 53, Seiten 8-9
Kropfberger, J. (2011), Expedition Streuobstwiese - Naturerlebnisangebot für Schulen rund um das Thema Streuobstwiese im Naturpark Obst-Hügel-Land, Informativ, Heft 61, Seite 8
Kropfberger, J. & R. Silber (2014), Die Vogelwelt des Naturparks Obst-Hügel-Land, Informativ, Heft 73, Seiten 16-18
Steiner, H. (2015), Nature Caching - mit dem GPS hinaus in die Natur, Informativ, Heft 80, Seiten 14-15
Kropfberger, J. & I. Schmotzer, R. Silber (2012), Fledermäuse im Naturpark Obst-Hügel-Land, ÖKO.L, Heft 2, Seiten 3-7
Uhl, H. (2017), Erfolgreiche Schutzmaßnahmen für den Kiebitz in Ackerbaugebieten Oberösterreichs, ÖKO.L, Heft 4, Seiten 11-19
Schramayr, G. et al. (1998), Obstgehölze in der Landschaft, Studie i. A. d. Oö. Landesregierung/Abt. Naturschutz
Klambauer, S. (2010), Geoinformationssysteme bei der Standortplanung von Naturparken, Diplomarbeit, Universität für Bodenkultur Wien
Weißmair, W. (2010), Amphibien und Reptilien im Naturpark Obst-Hügel-Land - Endbericht, Studie i. A. d. Oö. Naturschutzbund
Reiter G., Kropfberger J., Pysarczuk S. & I. Schmotzer (2009) Fledermäuse im Naturpark Obst-Hügel-Land, Studie i. A. d. Oö. Landesregierung/Abt. Naturschutz
Feurstein, C. (2008), Die Tier- und Pflanzenwelt der Region Naturpark Obst-Hügel-Land, Informativ, Heft 51, Seite 8
Kropfberger, J. (2009), Neues vom Projekt "Lebensraum Naturpark Obst-Hügel-Land?, Informativ, Heft 54, Seite 7
Schmotzer, I. (2010), Fledermäuse im Naturpark Obst-Hügel-Land - vom nächtlichen Treiben in den Streuobstwiesen, Informativ, Heft 57, Seite 8
Ockermüller, E. (2018), Wildbienen im Obst-Hügel-Land, 96 fliegende Bestäubungshelfer im Naturpark, Obsthügler, Heft 12, Seiten 10-11
Uhl, H. (2018), Kiebitz Bruterfolge dank Schutzmaßnahmen, Obsthügler, Heft 12, Seiten 12-13
Silber, R. (2018), Kamelhalsfliegen in Oberösterreich - Erhebungen u.a. im Naturpark Obst-Hügel-Land, Obsthügler, Heft 12, Seite 13
Geissler, S. & R. Gruber (2011), Naturraumkartierung Oberösterreich - Biotopkartierung Scharten 2009, Endbericht, Beiträge zur Biotopkartierung Oberösterreich, Studie i. A. d. Oö. Landesregierung/Abt. Naturschutz - Naturraumkartierung OÖ
Bock, D., Holzinger, E., Huspeka, J., Ott C., Schmitzberger, I., & B. Thurner (2012), Naturraumkartierung Oberösterreich - Biotopkartierung St. Marienkirchen an der Polsenz 2009, Endbericht, Beiträge zur Biotopkartierung Oberösterreich, Studie i. A. d. Oö. Landesregierung/Abt. Naturschutz - Naturraumkartierung OÖ

Aktualisiert im Dezember 2021