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LUCHS - HEIMLICHER RÜCKKEHRER

SCHÜLER AUF DEN SPUREN DES LUCHSES


In der Nationalpark Kalkalpen Region leben wieder Luchse. Doch wie weist man die großen scheuen Waldkatzen überhaupt nach? Ihre perfekte Tarnung ist erstaunlich und gemeinsam mit Nationalpark Rangern erkunden die Schüler, wie Fotofallen eingesetzt werden, was Luchse fressen und welchen Lebensraum sie brauchen.



Der Nationalpark Kalkalpen schützt die größte Waldwildnis im Herzen Österreichs und setzt sich auch für den Schutz bedrohter Tierarten ein.
Ziel dieses speziellen Luchs-Erlebnisprogrammes für Schülerinnen und Schüler ist es, das Verständnis für und die Achtung vor Tieren zu fördern.

Luchse sind ein Teil der heimischen Tierwelt. Die Nationalpark Kalkalpen Region spielt bei der Rückkehr des Luchses im Alpenraum eine Schlüsselrolle. Nach langer Abwesenheit kehrte der Luchs in den späten 1990er Jahren wieder in unsere Region zurück. Im Jahr 2000 gelang das erste Fotofallenfoto im Nationalpark, seither gab es regelmäßig Luchs-Nachweise im Gebiet, allerdings immer nur von demselben Individuum.

Um ein neuerliches Verschwinden des Luchses in der Region zu verhindern, führte der Nationalpark Kalkalpen bestandsstützende Maßnahmen durch. Damit soll eine dauerhafte Luchspopulation in den oberösterreichischen Kalkalpen etabliert werden. 2011, 2013 und 2017 wurden fünf wildlebende Luchse aus der Schweiz in den Nationalpark Kalkalpen umgesiedelt. Die Bestandstützung war zunächst erfolgreich: Ab 2012 gab es erstmals seit über 150 Jahren wieder Luchsjunge in der Nationalpark Kalkalpen Region!
Es wurden aber auch illegale Abschüsse nachgewiesen und die Wilderer gerichtlich verurteilt.


 

 

DIE TERMINE


DATUM DAUER VERMITTLER/IN TREFFPUNKT ANMELDUNG
Individuelle Termine für Gruppen nach Vereinbarung.

 

 

DETAILS & INFOS

Preis Fixtermin
Kinder (bis 14 Jahre)
9.00 Euro (p.P.)
Preis Individueller Termin (Gruppen ab 7 Personen)
Kinder (bis 14 Jahre)
Schulklasse
9.00 Euro
9.00 Euro
(p.P.)
(p.P.)
Preis Zusatzinformationen

Oben genannte Preise gelten ab 15 Schülern (halbtags).
Preis ganztags: EUR 11 Euro für Kinder/Schüler

Treffpunkt(e)
4462 Reichraming, Der genaue Treffpunkt wird bei der Anmeldung bekannt gegeben
4591 Molln, Der genaue Treffpunkt wird bei der Anmeldung bekannt gegeben
4580 Windischgarsten, Der genaue Treffpunkt wird bei der Anmeldung bekannt gegeben
Ausrüstung

Feste Schuhe mit griffiger Sohle, Regen- und Sonnenschutz, Jause und Getränke, Rucksack.

Besonderer Hinweis

Termine: Für Schulklassen auf Anfrage.

Dauer: Halbtags (Vormittag oder Nachmittag je 3 bis 4 Stunden). 

Teilnehmer: 7 bis 25 Personen.

Für Jugendliche ab 10 bis 14 Jahren geeignet!

Allgemeine Tipps
Nationalpark Besucherzentrum Ennstal (4462 Reichraming, Eisenstraße 75)"Wunderwelt Waldwildnis, Besucherinformation & Shop, Nationalpark Waldwerkstatt"
Web: www.kalkalpen.at/de/Besuchen_Erleben/Besucherzentren/Besucherzentrum_Ennstal

Arena Schallau (4462 Reichraming, Schallau 3)
Web: www.nationalparkregion.com/urlaubsinfos/ausflugsziele/arena-schallau.html

Kutschenmuseum Familie Gruber (4463 Großraming, Rodelsbach 36)
Web: www.nationalparkregion.com/urlaubsinfos/museen/kutschenmuseum.html
Einkehrtipps
Gasthaus Aglas (4462 Reichraming, Kirchenberg 12)
Web: www.nationalparkregion.com/topmenue/orte-gemeinden/reichraming/gastronomie/gastronomie/gasthaus-ortbauerngut-aglas.html

Landgasthaus Kirchenwirt (4463 Großraming, Kirchenplatz 4)
Web: www.kirchenwirt-ahrer.at

 

TREFFPUNKT

 

DOWNLOADS

Luchs - heimlicher Rückkehrer Die Tour als PDF im Überblick 1,72 MB Download

 

 

KONTAKT & ANMELDUNG

Name
Nationalpark Besucherzentrum Ennstal
Firma/Organisation/
Verein
Nationalpark O. ö. Kalkalpen Service GmbH
PLZ
4462
Ort
Reichraming
Straße
Eisenstraße 75
Telefon
07254 8414-0

 

 

DEINE NATURVERMITTLER/INNEN

Vermittler Maria Felbauer

Maria Felbauer

Vermittler Elisabeth Humer

Elisabeth Humer

Vermittler Hermann Jansesberger

Hermann Jansesberger

Vermittler Erni Kirchweger

Erni Kirchweger

Vermittler Maria Laussamayer

Maria Laussamayer

Vermittler Roman Paumann

Roman Paumann

 

 

DER SCHAUPLATZ

Nationalpark Kalkalpen

Nationalpark Kalkalpen

Der Nationalpark O.ö. Kalkalpen besteht aus zwei Gebirgseinheiten, dem Reichraminger Hintergebirge und dem Sensengebirge. Er beherbergt eines der letzten, großflächig ohne Siedlungsräume erhaltenen montanen Waldgebiete der Nördlichen Kalkalpen.
Er ist ein großflächiges, montanes Waldgebiet auf unterschiedlichsten Standorten mit unterschiedlichen Waldgesellschaften, insbesondere aber Fichten-Tannen-Buchenwäldern. Daneben gibt es Vorkommen zahlreicher weiterer seltener Lebensräume wie Magerwiesen, Moore und subalpine gehölzfreie Vegetation im Bereich des zentral gelegenen Sengsengebirges. Im Nationalpark brüten alle vier in Oberösterreich vorkommenden Raufußhuhnarten in vitalen Populationen (Auer-, Birk-, Hasel- und Alpenschneehuhn). Auch Steinadler und Weißrückenspecht haben hier bedeutende Populationen.


Weitere Infos zum Gebiet, Landschaftstyp, Flächen 

Aus der Vielzahl der Besonderheiten des Gebiets seien abseits der oben bereits erwähnten nur einige in Stichworten hervorgegriffen: 87 % des Nationlaparks sind mit Wald bedeckt, 65 % der Fläche des Nationalparks ist Wildruhezone. International bedeutendes Feuchtgebiet (Ramsar-Gebiet), weitverzweigtes natürliches Bachsystem (rd. 300 km) und 800 Quellen. Jahrhundertelange Geschichte der Holznutzung, Klausen, Waldbahn. Alpenweit wichtige Position durch Luchsprojekt. Keine Eingriffe seitens des Menschen in der Naturzone, Zulassen von Wildnis, Totholzreichtum. Daher das Credo: Prozessschutz!


Arten (Tiere, Pflanzen) und Lebensräume (Schutzgüter)

Im Gebiet des Nationalpark Kalkalpen gibt es eine sehr große Anzahl an Schutzgütern, die hier nur angedeutet werden:
Tierarten:
Luchs, Alpenbockkäfer, Schwarzstorch, Weißrücken- und Dreizehenspecht, Zwergschnäpper, Skabiosen-Scheckenfalter, Gelbbauchunke, 80 Brutvogelarten (davon 6 Spechtarten, 7 Greifvogelarten und 4 Raufußhuhnarten), 50 Säugetierarten (davon 17 Fledermausarten), 1560 (!) Schmetterlingsarten;
Pflanzenarten:
über 1000 Blütenpflanzen, Moose und Farne, über 40 Orchideenarten und 30 verschiedene Waldgesellschaften.


Schutzzweck und Entwicklungsmaßnahmen
Schutzzweck als Europaschutzgebiet „Nationalpark Oö. Kalkalpen und Umgebung“ (§ 1 Abs. 1) ist die Erhaltung (oder gegebenenfalls die Wiederherstellung) eines günstigen Erhaltungszustands der als Schutzgüter ausgewiesenen Tier- und Pflanzenarten und Lebensräume.


Erlaubte Eingriffe und Maßnahmen

sind unter anderem die Borkenkäferbekämpfung in definierten Randzonen und das Schwenden und Beweiden von Almflächen.


Verordnungen

Gesamte Rechtsvorschrift für V Nationalparkerklärung "Oö. Kalkalpen"
Gesamte Rechtsvorschrift für V Europaschutzgebiet und Landschaftspflegeplan Nationalpark Oö. Kalkalpen und Umgebung


Websites, weiterführende Links

Land OÖ, Naturschutzbuch: Nationalpark KalkalpenEuropaschutzgebiet Nationalpark Oö. Kalkalpen und Umgebung (Vogelschutzgebiet und FFH-Gebiet, AT3111000)
Karte im DORIS anzeigen: Nationalpark Kalkalpen, Europaschutzgebiet Nationalpark Oö. Kalkalpen und Umgebung (Vogelschutzgebiet und FFH-Gebiet, AT3111000)
Website: Nationalpark Kalkalpen
Website: Wikipedia
Website: Nationalparks Austria
Website: OÖ Tourismus GmbH


Literarturtipps

Hauser, E. (1995), Die Groß-Schmetterlingsfauna des Sengsengebirges mit besonderer Berücksichtigung der nachtaktiven Arten (oberösterreichische Kalkalpen), Beiträge zur Naturkunde Oberösterreichs, Band 3, Seiten 239-284
Fischer, R. (1997), Bergahornschluchtwälder (Phyllitido-Aceretum und Arunco-Aceretum) in den Nördlichen Kalkalpen Oberösterreichs, Beiträge zur Naturkunde Oberösterreichs, Band 5, Seiten 309-332
Schlüsslmayr, G. (1999), Die Moose und Moosgesellschaften der Haselschlucht im Reichraminger Hintergebirge (Nationalpark Kalkalpen), Beiträge zur Naturkunde Oberösterreichs, Band 7, Seiten 1-39
Straka, U. (1999), Beobachtungen von Amphibien und Reptilien im Reichraminger Hintergebirge (Oberösterreich) in den Jahren 1992 bis 1997, Beiträge zur Naturkunde Oberösterreichs, Band 7, Seiten 245-274
Weißmair, W. (2001), Zur Amphibienfauna des Nationalparkes Oberösterreichische Kalkalpen, Beiträge zur Naturkunde Oberösterreichs, Band 10, Seiten 553-565
Weigand, E. & J. Wimmer (2002), Bestandserfassung der nach FFH-Richtlinie geschützten Schmetterlingsarten (Lepidoptera) im Gebiet des Nationalpark Kalkalpen (Oberösterreich, Austria), Beiträge zur Naturkunde Oberösterreichs, Band 11, Seiten 579-597
Straka, U. (2004), Amphibienbesiedlung und natürliche Walddynamik im montanen Hintergebirge (Oberösterreich), Beiträge zur Naturkunde Oberösterreichs, Band 13, Seiten 51-53
Aumann, C. (1993), Die Flora der Umgebung von Windischgarsten (Oberösterreich), Stapfia, Band 30
Brands, M., et al. (2000), Natura 2000 und Vogelschutzgebiet Nationalpark Kalkalpen, Informativ, Sonder-Nr. S2, Seite 7
Dorfer, E. (1996), Nationalpark: Nur eine geschützte Landschaft?, Informativ, Heft 04, Seite 4
Limberger , J. (2004), Nationalpark Kalkalpen - Borkenkäferproblematik und Forschung, Informativ, Heft 36, Seiten 4-5
Dirnböck, T. (2007), Auswirkungen des Luftschafstoffs Stickstoff auf die biologische Vielfalt, Informativ, Heft 45, Seiten 14-15
Weigand, E. (2010), Erfassung der Fledermäuse im Nationalpark Kalkalpen, Informativ, Heft 60, Seite 14
Scherzinger, J. (1984), "Hinter Berg und tiefem Tal", ÖKO.L, 6/4, Seiten 23-27
Daucher, H. (1987) Reichraminger Hintergebirge - Modell einer "sanften" Tourismus-Erschließung, ÖKO.L, 9/4, Seiten 3-14
Nagler, H. (1990) Das Reichraminger Hintergebirge als Teil des geplanten "Kalkalpen-Nationalparks", ÖKO.L, 12/3, Seiten 3-12
Hamann, H. (1972) Ein Neufund des echten Höhlenkäfers in Oberösterreich, Apollo, Heft 27, Seiten 4-5
Mitter, H. (1992), Ein weiterer Arctaphaenops-Fund aus dem Sensengebirge in Oberösterreich (Coleoptera, Trechinae), Jahrbuch des Oö. Musealverein, Band 137, Seiten 211-214
Pils, G. (1985/86), Eine botanische Wanderung auf das Sengsengebirge in Oberösterreich, Naturkundliches Jahrbuch d. Stadt Linz, Band 31/32, Seiten 9-32
Stadler, I. (1991), Vegetationskartierung im Reichraminger Hintergebirge mit Schwerpunkt in der Kernzone des Nationalpark-Planungsgebietes (excl. Almen nördlich des Langfirst), Studie i. A. d. Steyrermühl AG
Spitzenberger, F. (1995), Nationalpark Kalkalpen. Auswirkungen der beabsichtigten Flächenamputation auf den Auerhuhnbestand, Vogelkundliche Nachrichten Oö u. Naturschutz aktuell, Band 3, Seiten 84-87
Hochrathner, P. (1997), Qualitative und quantitative Erhebung der Avifauna auf drei ausgewählten Untersuchungsflächen im Sengsengebirge (Transektgebiet) - subalpin bis alpin (Oberösterreich), Vogelkundliche Nachrichten Oö u. Naturschutz aktuell, Band 5, Seiten 9-40
Stadler, I. (1991), Vegetationskartierung im Reichraminger Hintergebirge
Krisai, R. & R. Schmidt (1983), Die Moore Oberösterreichs, Natur und Landschaftsschutz in Oberöstereich, Band 6
Sokoloff S. (2003), Wandererlebnis oberösterreichische Schutzgebiete
Mayrhofer, E. (2011), Wilder Wald im Land des Eisens - Econnoect - Ein Projekt zur Schatzsuche, Vielfalt Natur - Nationalpark Kalkalpen Spezial, Heft 22, Seiten 14-15
Sonnberger, A. (2011) Morsches Holz als Arche Noah, Vielfalt Natur - Nationalpark Kalkalpen Spezial, Heft 22, Seiten 4-5
Fuxjäger, Ch. (2011) Luchsin Freia auf Streifzug, Vielfalt Natur - Nationalpark Kalkalpen Spezial, Heft 22, S 12
Dichlberger, G. & C. Gunz, H. Steinwendtner (2011), Hochwasserabflussstudie Nationalpark Kalkalpen, Forstzeitung, Band 122
Kranz, A. (2008), Zum Fischotter im Nationalpark Kalkalpen in Oberösterreich
Diewald, W., Schleier, V. & M. Sichler (2008), Naturraumkartierung Oberösterreich - Biotopkartierung St. Pankraz 2003, Endbericht - Beiträge zur Biotopkartierung Oberösterreich, Studie i. A. d. Oö. Landesregierung/Abt. Naturschutz - Naturraumkartierung OÖ
Hochrathner-Stadler, I., P. Hochrathner & E. Stadler (2012), Naturraumkartierung Oberösterreich - Biotopkartierung Klaus an der Pyhrnbahn: KG Klaus 1999, Endbericht -Beiträge zur Biotopkartierung Oberösterreich, Studie i. A. d. Oö. Landesregierung/Abt. Naturschutz - Naturraumkartierung OÖ


Aktualisiert im November 2021