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6 ESEL UND 7 MÜHLEN

EINE TIERISCHE KRÄUTERTOUR ZUR KOASERIN


In Begleitung von sechs Eseln wandern wir durch das wildromantische Tal der sieben Mühlen. Wenn wir uns an das Tempo der Esel und ihre Art, die Welt wahrzunehmen, anpassen, erleben wir die Natur mit allen Sinnen. Wir hören das Rauschen der Blätter im Wind, das Plätschern des Baches, fühlen das Knacken morscher Äste unter unseren Hufen, Pardon Füßen, spüren die Wärme der Sonne auf der Haut und riechen die Düfte des Waldes. Brennholz für ein Lagerfeuer oder Zutaten für ein Picknick trägt Packesel Poldi geduldig auf seinem Rücken mit.



Seite an Seite mit sechs Eseln wandern wir durch das wildromantische Tal der sieben Mühlen, seit 2020 Teil des Europaschutzgebiets "Leitenbach". Unsere Begleiter, die Esel, sind ausdauernde und lebensfrohe Tiere.

Der Esel fördert unsere Wahrnehmung, fordert uns aber auch heraus. Mit Geduld und Humor finden wir nicht nur einen Schlüssel zur Natur, sondern auch zu uns selber.

Während Birgit sich mit Eseln auskennt, begeistern die Teampartnerinnen Edith, Barbara und Manuela mit ihrem Wissen über Kräuter und andere Geheimnisse der Natur.


 

 

DIE TERMINE


DATUM DAUER VERMITTLER/IN TREFFPUNKT ANMELDUNG
Individuelle Termine für Gruppen nach Vereinbarung.

 

 

DETAILS & INFOS

Preis Fixtermin
Erwachsene
Kinder (bis 14 Jahre)
14.00 Euro (p.P.)
7.00 Euro (p.P.)
Preis Individueller Termin (Gruppen ab 7 Personen)
Erwachsene
Kinder (bis 14 Jahre)
Schulklasse
NEU: Book a Guide 3-6 Personen
10.00 Euro
5.00 Euro
5.00 Euro
100.00 Euro
(p.P.)
(p.P.)
(p.P.)
(Gruppenpauschale)
Ermäßigung
10% für OÖ Familienkarte, OÖN-Card, 4youCard, ÖAMTC-Clubkarte, STEYR Shopping Card, Donauregion OÖ
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mind. / max. Teilnehmer
7 / 15
Treffpunkt(e)
4724 Neukirchen am Walde, Frankengrub 2 (Timewalk)
Ausrüstung

Geschlossene Wanderschuhe (auch bei Schönwetter keine Sandalen), wetterfeste Kleidung, Trinkflasche, Jause für ein Picknick.

Vermittler/innen
Besonderer Hinweis

Hunde sind erlaubt, jedoch nur an der Leine, denn die Esel sehen den Hund, der ja vom Wolf abstammt, als Bedrohung.

Jeder Tag und jede Jahreszeit sind für diese Tour geeignet.

Die Dauer des Angebotes umfasst drei Stunden, kann aber gerne - wenn erwünscht - in Absprache mit den NaturvermittlerInnen auf einen ganzen Tag ausgeweitet werden.

Allgemeine Tipps
EINFACH - Market und Canteen (4722 Peuerbach, Rathausplatz 3)
Web: www.einfach.at

4084 St. Agatha: Der Weg zum Ich mit Aussichtspyramide
Web: www.donauregion.at/oesterreich/tour/430003083/mein-weg-zum-ich.html
Einkehrtipps
Wirt in Aubach, Manfred Kronschläger, Unteraubach 2, 4724 Eschenau im Hausruckkreis, +43 7278 3283

Bäckerei und Konditorei Bauer (4723 Natternbach, Kirchenplatz 6)
Web: www.panoramacafe.at

Gasthof zum Grossn (4723 Natternbach, Gaisbuchen 15)
Web: www.zumgrossn.at

 

TREFFPUNKT

 

DOWNLOADS

6 Esel und 7 Mühlen Die Tour als PDF im Überblick 1,72 MB Download

 

 

KONTAKT & ANMELDUNG

Name
Birgit Chalcraft
Telefon
0664 7341 1515

 

 

DEINE NATURVERMITTLER/INNEN

Vermittler Ben  Chalcraft

Ben Chalcraft

Vermittler Birgit Chalcraft

Birgit Chalcraft

Vermittler Manuela Reiter

Manuela Reiter

Vermittler Barbara Rems-Hildebrandt

Barbara Rems-Hildebrandt

Vermittler Edith Renauer

Edith Renauer

 

 

DER SCHAUPLATZ

Koaserin & Leitenbach

Koaserin & Leitenbach

Die Koaserin ist ein ausgedehntes Feuchtgebiet am Rande des Sauwaldes. Ihre Wiesen und Brachen werden periodisch vom Leitenbach überschwemmt. Das bedeutende Wiesenbrutvogelgebiet ist Lebensraum für seltene Vogelarten und im Wasser lebende Säugetiere (s. unten). Der Leitenbach beherbergt abschnittsweise bedeutende Bestände gefährdeter Fischarten.
Das Gebiet umfasst den Leitenbach von seiner Mündung in die Aschach flussauf bis inkl. "Tal der Sieben Mühlen" am oberen Ende bei der Mündung des Natternbachs, den Sandbach bis Höhe Bruck sowie die Aschach von der Leitenbachmündung flussab bis vor der Kropfmühle. 
Alle drei Gewässer beherbergen bedeutende Großmuschelbestände sowie abschnittsweise Bestände gefährdeter Fischarten.
Die Bäche zeigen nur mehr abschnittsweise ihren natürlichen (mäandrierenden) Verlauf, über weite Teile wurden sie begradigt. Das Umland wird meist intensiv landwirtschaftlich genutzt. Nur im unmittelbaren Bachuferbereich sind Uferbegleitgehölze bzw. Hochstaudenfluren zu finden. Naturnahe Waldbestände säumen in kleinen Abschnitten die Gewässer.


Weitere Infos zum Gebiet, Landschaftstyp, Flächen

Das Gebiet Koaserin wurde 2005 zum Naturschutzgebiet erklärt.
Da man das Gebiet aus Rücksicht auf die vorkommende Fauna und Flora nicht betreten sollte, legte der Naturschutzbund Oberösterreich einen liebevoll gestalteten, äußerst informativen Lehrpfad am Rande des naturbelassenen Gebietes an.
Zudem gibt es eine Beobachtungsplattform für Besucher.


Arten (Tiere, Pflanzen) und Lebensräume (Schutzgüter)

Tiere:
Das Gebiet zählt 86 verschiedene Vogelarten, viele davon stehen auf der Roten Liste gefährdeter Tierarten. Es ist Lebensraum für seltene Vogelarten wie Großer Brachvogel und Bekassine.
Auch Biber und Fischotter sind hier heimisch.
Ebenso verschiedene Fischarten und Muscheln (Schutzgüter) wie Bachneunauge, Goldsteinbeißer, Bitterling, Koppe, Bachmuschel und Flussperlmuschel.
Auch zahlreiche Insektenarten sind in den Sumpfwiesen und Feuchtwiesen zu finden – beispielsweise seltene Libellenarten wie die schöne Grüne Flussjungfer.
Pflanzen:
Im geschützten Gebiet befinden sich laut Zählungen 265 Farn- und Blütenpflanzen.
Lebensräume:
Auenwälder mit Erlen und Eschen, magere Flachland-Mähwiesen, und die Bäche an sich mit ihrer Unterwasservegetation aus flutenden Wasserpflanzen (wie z. B. dem Flutenden Hahnenfuß). Aufgrund der hohen Wasseraufnahmefähigkeit des Bodens ist die Koaserin ein natürliches Rückhaltebecken zum Hochwasserschutz.


Schutzzweck und Entwicklungsmaßnahmen

Ziel/Schutzzweck des Gebiets ist die Erhaltung bzw. ggf. die Wiederherstellung eines „günstigen Erhaltungszustandes“.


Eingriffe und Maßnahmen

Es bestehen Auflagen hinsichtlich Düngung und Einsatz von Pestiziden auf den landwirtschaftlichen Nutzflächen im Umfeld, es dürfen keine Eingriffe in die Gewässersohle gemacht werden und kein Wasser zur Bewässerung von Feldern entnommen werden bzw. bedarf dies vorab eines Screening/einer Prüfung. Totholz (v. a. starkes) soll in den Auenwäldern belassen werden und eine strukturreiche Ufervegetation und naturnahe Gewässerdynamik erhalten bleiben.


Verordnung

Gesamte Rechtsvorschrift für V Naturschutzgebiet "Koaserin" in Heiligenberg, Neukirchen am Walde und Peuerbach
Verordnung der Oö. Landesregierung mit der das Gebiet „Leitenbach“ als Europaschutzgebiet bezeichnet und mit der ein Landschaftspflegeplan für dieses Gebiet erlassen wird
Verordnung der Oö. Landesregierung, mit der das Gebiet „Leitenbach“ als Europaschutzgebiet bezeichnet und mit der ein Landschaftspflegeplan für dieses Gebiet erlassen wird


Websites, weiterführende Links

Land OÖ, Naturschutzbuch: Koaserin, Europaschutzgebiet Leitenbach, Leitenbach (FFH-Gebiet, AT3131000)
Karte im DORIS anzeigen: Koaserin, Europaschutzgebiet Leitenbach, Leitenbach (FFH-Gebiet, AT3131000)

Website: OÖ Tourismus GmbH
Website: Naturschutzbund OÖ
Website: Wikipedia


Literaturtipps
Limberger, J. (1996), Für ein Naturschutzgebiet "Koaserin", Informativ, Heft 02, Seite 6
Brands, M. (1996), "Koaserin", Informativ, Heft 03, Seite 3
Limberger, J. (2005), Endlich verordnet - das Naturschutzgebiet Koaserin, Informativ, Heft 37, Seite 9
Zmelik, K. (2005), Mädesüß und Knabenkraut. Pflanzen im Naturschutzgebiet Koaserin, Informativ, Heft 38, Seite 4
Kropfberger, J. (2006), Fledermaus-Untersuchung im Leithental und in der Koaserin, Informativ, Heft 41, Seite 6
Limberger, J. (2011), Gute Aussichten in der Koaserin, Informativ, Heft 64, Seite 5
Limberger, J. (2014), Ein Naturschutzgebiet verändert sein Gesicht, Informativ, Heft 74, Seite 8
Kropfberger, J. (2016), Fischwanderhilfe am Leitenbach in der Koaserin, Informativ, Heft 82, Seiten 10 - 11
Limberger, J. (1995), Koaserin-Leitental (Innviertel, Oberösterreich) - Vogelkartierung in einem schutzwürdigem Wiesenbiotop, Vogelkundliche Nachrichten Oö u. Naturschutz aktuell, III/1, Seiten 3-12
Limberger, J. (1995), "Koaserin - Leitental" (Innviertel, Oberösterreich) - Vogelkartierung in einem schutzwürdigem Wiesenbiotop, Vogelkundliche Nachrichten Oö u. Naturschutz aktuell, Band 3, Seiten 3-12
Uhl, H. (1995), Bestandserhebung wiesenbrütender Vogelarten in 24 Untersuchungsgebieten in Oberösterreich 1994, Vogelkundliche Nachrichten Oö u. Naturschutz aktuell, Band 3, Seiten 3-45
Uhl, H. (2001), Wiesenbrütende Vogelarten in Oberösterreich 1992 bis 2000. Erhebungsergebnisse aus 44 Untersuchungsgebieten, Vogelkundliche Nachrichten Oö u. Naturschutz aktuell, Band 9, Seiten 1-46
Uhl, H. (2008), Wiesenvögel in Oberösterreich 2008, Ergebnisse der landesweiten Bestandeserhebungen 1994 bis 2008 und Naturschutzbezüge
Strauch, M. (1989), Vegetationskartierung 'Leitenbach-Koaserin', Studie i. A. d. Oö. Landesregierung/Abt. Wasserbau
Limberger, J. (2000) Koaserin - Auf dem Weg zum Naturschutzzentrum, Informativ, Heft 19, Seite 3
Csar, D., Patzner, R. & C. Gumpinger (2004), Untersuchung des Najadenbestandes und der Wasser- und Umweltparameter im Leitenbach (Oberösterreich), Studie i. A. d. Oö. Landesregierung/Abt. Naturschutz
Zmelik, K. (2007), Vegetationsverhältnisse, Bestandesveränderungen und Naturschutzstrategien zweier ausgewählter Feuchtwiesenlandschaften im Oberösterreichischen Alpenvorland, Studie i. A. d. Oö. Landesregierung/Abt. Naturschutz
Schwarz, M. & M. Schwarz-Waubke (2015), Kartierung der Grünen Flussjungfer (Ophiogomphus cecilia) im nominierten Natura 2000-Gebiet Leitenbach (Oberösterreich) im Jahr 2015, Studie i. A. d. Oö. Landesregierung/Abt. Naturschutz


Aktualisiert im November 2021