Almsee und Umgebung
Naturschauspiele
Mit Kräutern, Geschichten und Jodlern in die Bergwelt wandern. Wildkräuter-Geheimnisse, faszinierende Baumriesen und überlieferte Sagen begleiten uns auf dem Weg in ausgesuchte Alm-Paradiese vom Hintergebirge über den Hengstpass zur Wurzeralm und in die Traunsee-Almtal-Region. Der Blütenreichtum unserer Almen bringt uns zum Staunen und wir genießen die Atmosphäre auf der Alm. Gerne stimmen wir hier oben mit Groß und Klein einen gemeinsamen Jodler an.
Aufatmen im Almtal für Mensch & Natur. Wir machen uns auf, um die herrliche Waldlandschaft auf verschiedenen Routen am Fuße der Berge, am Ufer des Almsees oder auf Bergeshöhen zu entdecken. Dort erforschen wir typische Baumarten wie Erle, Esche, Fichte und Latsche und tauchen in die grüne Kraft der Natur ein. Wir erleben, welche Wirkung der Wald auf uns, unser Wasser und unser Klima hat und welche Pflanzen und Tiere in diesem Lebensraum paradiesische Zustände vorfinden.
Wald, Wasser, Wiese, Wild, Wunder. Die biologische Vielfalt in den geschützten Naturräumen des Almtals ist ein wertvoller Schatz, den es zu hüten gilt. An insgesamt vier Schauplätzen erhalten wir Einblick in die nachhaltige Nutzung und Bewahrung der Wiesen, Wälder und Seen. Rund um den Almsee, an den Ufern der Ödseen und in den Almauen entdecken wir Naturforscher kostbare Ökosysteme sowie die Geheimnisse des Wassers.
Ein Fest der Vielfalt erwartet uns! Im Cumberland Wildpark Grünau nehmen wir die Biodiversität genau unter die Lupe: Wir entdecken die bunte Tier- und Pflanzenwelt, erforschen unterschiedliche Lebensräume und begegnen dabei ganz besonderen Wildpark-Bewohnern. Fachkundig und spielerisch zugleich tauchen wir in die Welt des Artenschutzes ein und erfahren nebenbei Wissenswertes über die Geschichte des Almtals.
Graugänse und Co: ziehende Singvögel und das Erbe des Konrad Lorenz. Wie kamen die Graugänse ins Almtal? Wie und wieso werden Vögel beringt? Wir bekommen Zugang zum Fachwissen über die Tierarten der Konrad Lorenz Forschungsstelle, einer wissenschaftlichen Einrichtung der Universität Wien. Fachlich fundiert und einfach formuliert erkunden wir Lebensweise, Verhalten und Besonderheiten der Grünauer Graugänse-Schar, der Waldrapp-Kolonie sowie anderen Modell-Vogelarten der Forschungsstelle. Was bedeutete Verhaltensforschung zu Zeiten von Konrad Lorenz und was bedeutet sie heute?
Eine besondere Naturerfahrung mit zeitloser Poesie und neuen Tönen. Auf unserer Wanderung begegnen wir alten Meistern der Literatur und ihrer Auseinandersetzung mit der Natur. Wir lauschen legendären Texten und musikalischen Liveinterpretationen. Dabei entdecken wir unterschiedliche Regionen, die seit jeher kreative Persönlichkeiten positiv beeinflusst haben. Auch wir lassen uns inspirieren, um gemeinsam Antworten auf wesentliche Fragen der Gegenwart zu finden.
Märchenhafte Abenteuertour mit Zwerg Zatsch. In der üppigen, dschungelartigen Naturlandschaft des Auwaldes verschwimmt die Grenze zwischen Menschenwelt und Märchenwelt. So kann es passieren, dass wir einen Zwerg treffen, der uns in die Geheimnisse des Waldes einweiht, uns das eine oder andere Lied vorsingt oder mit uns einen Weg durch das Labyrinth aus Wasser, Steinen und Bäumen sucht. Möglich, dass wir ein Stück blind gehen, einen Steg bauen und andere herausfordernde Aufgaben erfüllen.
Auf Rettungseinsatz für unsere Tiere. Wir begeben uns ins direkte Schulumfeld und lernen die heimische Tier- und Pflanzenwelt und ihre Bedrohungen kennen. Mit Spiel und Spaß erforschen wir verschiedene Lebensräume und ihre Bewohner und entdecken die wunderbare bunte Vielfalt der Natur. Die vier Varianten “Mission Bach“, “Mission Insekten”, “Mission Wildbiene” und “Mission Wintervögel” stehen zur Verfügung.
Durch gezielte Schutz- und Wiederansiedlungsprojekte kehren Tiere wie Bär, Wolf, Luchs, Urwildpferd und Waldrapp allmählich in ihre ursprünglichen Lebensräume zurück. Doch was genau wird unternommen, um bedrohte Arten und ihre natürlichen Lebensräume zu erhalten? Und warum ist Artenschutz so bedeutend? Im Rahmen dieses NATURSCHAUSPIELS begeben wir uns gemeinsam mit Experten und Expertinnen der Konrad Lorenz Forschungsstelle auf eine fachlich fundierte, teils spielerisch gestaltete Entdeckungsreise zu besonderen Tierarten im Wildpark. Das Programm im Cumberland Wildpark Grünau ermöglicht spannende Einblicke – sowohl in die Geschichte des Almtals als auch in die vielfältigen Aufgaben eines modernen Tierparks.
Wir beschäftigen uns mit den Nutztierassen des Streichelzoos und gehen auf Entdeckungsreise zu den Tierarten des Wildparks, die als vermeintliche Vorfahren von domestizierten Rassen gelten, wie zum Beispiel Wisent, Steinbock, Mufflon. Ältere Rassen zeichnen sich durch Robustheit und verhältnismäßig geringe Ansprüche an die Haltung und Pflege aus. Bei diesem NATURSCHAUSPIEL begegnen wir gemeinsam mit Expert:innen der Konrad Lorenz Forschungsstelle fachlich fundiert und teils spielerisch aufbereitet einigen besonderen Tierarten des Wildparks. Dieses Programm im Cumberland Wildpark in Grünau bietet Einblicke sowohl in einen Teil der Almtaler Geschichte als auch in die Artenschutz-Aufgaben eines modernen Tierparks.
Schwammerlkunde im Einklang mit der Natur. Pilze sprießen in unterschiedlichsten Farben und Formen aus dem Boden und aus Gehölzen. Das Bestimmen, Sammeln und die Zubereitung der Edelsteine des Waldes will allerdings gelernt sein. Die Exkursion hilft, Schäden an der Natur zu vermeiden und Gefahren für den Menschen abzuwenden. Sie findet in den Naturparken Mühlviertel und Obst-Hügel-Land statt sowie im Naturschutzgebiet Almsee.
Ein Forschungsprojekt an deiner Schule bzw. ein NATURSCHAUSPIEL mit Wirkung Der Klimawandel führt zu dramatischen Veränderungen von Lebensräumen und zum massiven Verlust an biologischer Vielfalt. Auch in Oberösterreich? Wir schlüpfen in die Rolle von Forschenden und setzen uns über mehrere Wochen mit der Vogelwelt rund um die Schule auseinander. Vögel werden beobachtet, gezählt und bestimmt. Die Ergebnisse werden mit Experten und Expertinnen ausgewertet und diskutiert.
Klimafitte und artenreiche Waldbewirtschaftung. Trockenheit, Stürme, Hitze, Borkenkäfer - der Klimawandel setzt unseren Wäldern zu! Bei dieser Wanderung durch den Wald beobachten wir Boden, Sträucher, Kräuter, Kleinlebewesen - und die Bäume. Gemeinsam überlegen wir, wie dieser Wald in 10, 50 oder 100 Jahren aussehen wird. Die Begriffe Urwald, naturnaher Wald, Wirtschaftswald und Holzplantage werden erörtert. Wie soll der Wald der Zukunft aussehen? Darüber wird ausführlich diskutiert.
Erlebe die Natur mit allen Sinnen auf dieser besonderen Führung. Lausche den Geschichten und Sagen des Waldes, erfahre, welches Holz sich für Instrumente eignet, und komme durch Gesang und Tanz der Natur noch näher.
Auf verborgenen Pfaden entdeckst du die Geheimnisse des Waldes: Was uns das Vogelgezwitscher erzählt, welche Bedeutung der Wald für uns hat und welche Kraft im Wasser liegt. Lass dich von uralten Mythen verzaubern und von der Musik des Waldes inspirieren.
Ein unvergessliches Erlebnis für Jung und Alt!
Die Vielfalt des Wasserlebens im Gebirgsgewässer entdecken. Wir erleben eine kindgerechte naturwissenschaftliche Begegnung mit der Wasserwelt der Gebirgsgewässer des Almtals. In spielerischer Herangehensweise untersuchen wir die Wasserwelt und erlernen das Fangen und Bestimmen von Wasserlebewesen. Dazu benötigen wir nicht nur Kescher, Lupen und Bestimmungsbücher, sondern auch etwas Geduld und Respekt vor der Natur.
Zahlen & Fakten
Naturschutzgebiet, n149
In der Gemeinde Grünau, Bezirk Gmunden – Kartenansicht
183,34 Hektar
Details zum Almsee und seiner Umgebung
Die Alm ist der Abfluss des Almsees nördlich des Toten Gebirges, ist 48 km lang und mündet in die Traun (bei Fischlham). Der Almsee steht bereits seit 1965 unter Naturschutz (wahrscheinlich bereits früher, aber die Seen-Naturschutzgebieteverordnung datiert 1965). Ein schöner Rundwanderweg verläuft um den See (Rückweg Westufer = Straße; insg. 6 km, ca. 2 Std. Gehzeit). Im Sommer an manchen Stellen Badegäste.
Segeln, Surfen, Stand-Up-Paddeln und Tauchen ist nicht erlaubt (die maximale Seetiefe von 9 Metern würde auch kaum Taucher anlocken). Dafür gilt unter Fliegenfischern der Almsee als „Eldorado“.
Weitere Infos zum Gebiet
Nährstoffarmer Alpensee in herrlicher Lage und nahezu überall naturnahen Ufern. Mit inselartigen Vermoorungen und ausgedehnten Erlenbruchwäldern am Nord- und Südufer.
Erlenbruchwald, Wiesen und eine Verlandungszone am Südufer; unterirdische Quellaustritte, ausgezeichnete Wasserqualität
Biber (tw. Auwaldcharakter am Südufer), Ringelnatter, verschiedenste Fischarten; Höhlenbrütende Vogelarten wie Sperlingskauz, Hohltaube, Halsband- und Zwergschnäpper, verschiedenste Entenarten (von Blässhuhn bis Zwergtaucher …), Graugänse, Graureiher …
Ornithologisch stellt das Almsee-Gebiet eine Besonderheit dar! Auf engstem Raum kommen wassergebundene Vogelarten wie Haubentaucher. Eisvogel und Rohrammer neben Hochgebirgsbewohnern wie Mauerläufer und Steinadler (der See ist Teil seines Reviers/Jagdgebiets) vor.
Verschiedenste seltene Farne und Gräser, Schlangen-Bärlapp, Steinbeere, Glanz-Skabiose …
Schutzzweck und Entwicklungsmaßnahmen
Ziel/Schutzzweck:
Schutzzweck ist die Bewahrung der ökologischen Funktionsfähigkeit des Sees – natürliche Prozesse sollen langfristig ungestört ablaufen können und störende Einflüsse (auch von außerhalb des Sees), vermieden werden. Dazu zählt die ungestörte Entwicklung einer autochthonen Vegetation und Tierwelt. Auch die Zunahme von Seeeinbauten und Ufergestaltungsmaßnahmen soll vermieden werden. Als landschaftliche Besonderheit im See galt die „Schwimmende Insel“, die inzwischen angelandet und stationär ist. Sie wurde bereits in Schriften des 19. Jahrhunderts erwähnt.
Erlaubte Eingriffe und Maßnahmen sind das Befahren des Sees mit Ruderbooten (Fischer auch mit Motor- oder Elektrobooten im Rahmen der rechtmäßigen Ausübung der Fischerei), aber verboten von 1. Oktober – 15. April; Tauchen, Segeln und Surfen ist verboten. Fischerei: Besatzmaßnahmen dürfen ausschließlich mit Seeforelle, Bachforelle, Seesaibling, Bachsaibling (bis maximal 700 kg/Jahr), Äsche, Koppe, Schmerle und Elritze erfolgen; ansonsten gelten im Wesentlichen die üblichen für NSGs festgesetzten Bestimmungen (s. -> Kategorien Schutzgebiete: Wegebenutzung, Jagd, vereinbarte forstliche Nutzungen, extensive Bewirtschaftung von Wiesen u. Ä.).
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Amt:
Michael Brands
Telefon: 0732-7720-11893
E-Mail: michael.brands@ooe.gv.at
Karin Möstl
Telefon: 0732-7720-11878
E-Mail: karin.moestl@ooe.gv.at
Gebietsbetreuer:
Norbert Pühringer
E-Mail: n.puehringer@outlook.at
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| Pühringer, N. | 1990 | Hohltaube, Sperlingskauz, Halsbandschnäpper und Zwergschnäpper – höhlenbrütende Vogelarten der „Roten Liste“ im inneren Almtal. -ÖKO.L, 12/1:, 16-27, Linz. | Link |
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| Krisai,R. & R. Schmidt | 1983 | Die Moore Oberösterreichs. -Natur und Landschaftsschutz in Oberöstereich, Bd.6:298S, Linz. | Link |
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