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NATIONALPARK KALKALPEN


Der Nationalpark O.ö. Kalkalpen besteht aus zwei Gebirgseinheiten, dem Reichraminger Hintergebirge und dem Sensengebirge. Er beherbergt eines der letzten, großflächig ohne Siedlungsräume erhaltenen montanen Waldgebiete der Nördlichen Kalkalpen.
Er ist ein großflächiges, montanes Waldgebiet auf unterschiedlichsten Standorten mit unterschiedlichen Waldgesellschaften, insbesondere aber Fichten-Tannen-Buchenwäldern. Daneben gibt es Vorkommen zahlreicher weiterer seltener Lebensräume wie Magerwiesen, Moore und subalpine gehölzfreie Vegetation im Bereich des zentral gelegenen Sengsengebirges. Im Nationalpark brüten alle vier in Oberösterreich vorkommenden Raufußhuhnarten in vitalen Populationen (Auer-, Birk-, Hasel- und Alpenschneehuhn). Auch Steinadler und Weißrückenspecht haben hier bedeutende Populationen.


Weitere Infos zum Gebiet, Landschaftstyp, Flächen 

Aus der Vielzahl der Besonderheiten des Gebiets seien abseits der oben bereits erwähnten nur einige in Stichworten hervorgegriffen: 87 % des Nationlaparks sind mit Wald bedeckt, 65 % der Fläche des Nationalparks ist Wildruhezone. International bedeutendes Feuchtgebiet (Ramsar-Gebiet), weitverzweigtes natürliches Bachsystem (rd. 300 km) und 800 Quellen. Jahrhundertelange Geschichte der Holznutzung, Klausen, Waldbahn. Alpenweit wichtige Position durch Luchsprojekt. Keine Eingriffe seitens des Menschen in der Naturzone, Zulassen von Wildnis, Totholzreichtum. Daher das Credo: Prozessschutz!


Arten (Tiere, Pflanzen) und Lebensräume (Schutzgüter)

Im Gebiet des Nationalpark Kalkalpen gibt es eine sehr große Anzahl an Schutzgütern, die hier nur angedeutet werden:
Tierarten:
Luchs, Alpenbockkäfer, Schwarzstorch, Weißrücken- und Dreizehenspecht, Zwergschnäpper, Skabiosen-Scheckenfalter, Gelbbauchunke, 80 Brutvogelarten (davon 6 Spechtarten, 7 Greifvogelarten und 4 Raufußhuhnarten), 50 Säugetierarten (davon 17 Fledermausarten), 1560 (!) Schmetterlingsarten;
Pflanzenarten:
über 1000 Blütenpflanzen, Moose und Farne, über 40 Orchideenarten und 30 verschiedene Waldgesellschaften.


Schutzzweck und Entwicklungsmaßnahmen
Schutzzweck als Europaschutzgebiet „Nationalpark Oö. Kalkalpen und Umgebung“ (§ 1 Abs. 1) ist die Erhaltung (oder gegebenenfalls die Wiederherstellung) eines günstigen Erhaltungszustands der als Schutzgüter ausgewiesenen Tier- und Pflanzenarten und Lebensräume.


Erlaubte Eingriffe und Maßnahmen

sind unter anderem die Borkenkäferbekämpfung in definierten Randzonen und das Schwenden und Beweiden von Almflächen.


Verordnungen

Gesamte Rechtsvorschrift für V Nationalparkerklärung "Oö. Kalkalpen"
Gesamte Rechtsvorschrift für V Europaschutzgebiet und Landschaftspflegeplan Nationalpark Oö. Kalkalpen und Umgebung


Websites, weiterführende Links

Land OÖ, Naturschutzbuch: Nationalpark KalkalpenEuropaschutzgebiet Nationalpark Oö. Kalkalpen und Umgebung (Vogelschutzgebiet und FFH-Gebiet, AT3111000)
Karte im DORIS anzeigen: Nationalpark Kalkalpen, Europaschutzgebiet Nationalpark Oö. Kalkalpen und Umgebung (Vogelschutzgebiet und FFH-Gebiet, AT3111000)
Website: Nationalpark Kalkalpen
Website: Wikipedia
Website: Nationalparks Austria
Website: OÖ Tourismus GmbH


Literarturtipps

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Fischer, R. (1997), Bergahornschluchtwälder (Phyllitido-Aceretum und Arunco-Aceretum) in den Nördlichen Kalkalpen Oberösterreichs, Beiträge zur Naturkunde Oberösterreichs, Band 5, Seiten 309-332
Schlüsslmayr, G. (1999), Die Moose und Moosgesellschaften der Haselschlucht im Reichraminger Hintergebirge (Nationalpark Kalkalpen), Beiträge zur Naturkunde Oberösterreichs, Band 7, Seiten 1-39
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Weigand, E. & J. Wimmer (2002), Bestandserfassung der nach FFH-Richtlinie geschützten Schmetterlingsarten (Lepidoptera) im Gebiet des Nationalpark Kalkalpen (Oberösterreich, Austria), Beiträge zur Naturkunde Oberösterreichs, Band 11, Seiten 579-597
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Fuxjäger, Ch. (2011) Luchsin Freia auf Streifzug, Vielfalt Natur - Nationalpark Kalkalpen Spezial, Heft 22, S 12
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Kranz, A. (2008), Zum Fischotter im Nationalpark Kalkalpen in Oberösterreich
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Aktualisiert im November 2021



 

 

DETAILS & INFOS

Region
Nationalpark & Region
Fläche
20.856 Hektar
Lage

Gemeinden Weyer, Großraming, Reichraming, Molln, St. Pankraz, Rosenau am Hengstpass, Rossleithen, Windischgarsten

 

 

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