Naturschauspiel Logo Typo weiss

Finde dein Naturschauspiel

IM TAL DES ROTWILDES - SOMMER

DAS FAMILIENLEBEN DER HIRSCHKÜHE UND IHRER KÄLBER


Durch ausgedehnte Wildruhezonen im Nationalpark Kalkalpen werden Wildtiere vertrauter und sind leichter erlebbar. Mit Fernglas und Spektiv ausgerüstet, beobachten wir das Rotwild, die Hauptwildart im Nationalpark Kalkalpen. Die Hirschkühe leben mit ihren Kälbern in Familienverbänden, wo wir sie abends beim Äsen beobachten und seltene Einblicke in ihre Kinderstube bekommen. Im Rahmen eines Telemetrieprojektes wurde Rotwild im Nationalpark besendert. So erfahren wir Wissenswertes über seine Aktivitäten und Wanderbewegungen.



Naturerlebnis mit Tieren!

Viele Nationalpark Besucher haben den Wunsch, Wildtiere zu erleben. Ziel dieser speziellen Besucherangebote ist es, das Verständnis für und die Achtung vor Tieren zu fördern. Es wird besonders darauf geachtet, dass die Angebote natur- und wildtierverträglich sind.

Mehr als die Hälfte des Nationalpark Kalkalpen ist Wildruhezone, dort fällt das ganze Jahr kein Schuss. Dies führt dazu, dass Wildtiere ein natürliches Verhalten zeigen, sie werden vertrauter und tagaktiv und sind somit für den Besucher erlebbar. Der Bodinggraben bei Molln ist einer der schönsten Talschlüsse im Nationalpark Kalkalpen.

In Begleitung eines Nationalpark Rangers wandern wir vom Parkplatz Scheiblingau entlang der Krummen Steyrling auf einer Forststraße durch urige Schluchtwälder mit üppigem Hirschzungenfarn, duftenden Mondviolen und dem prächtigen Waldgeißbart zur Blumaueralm. Dort ist seit 1997 Wildruhezone, Rotwild kann in freier Wildbahn beobachtet werden.

Das Rotwild ist eine der Hauptwildarten im Nationalpark Kalkalpen. Auf der Tour erfahren wir Wissenswertes über unseren größten Pflanzenfresser Mitteleuropas und seine Lebensweise. Es war ursprünglich ein Bewohner der offenen Landschaft, bei uns hat es sich in die Wälder und Berge zurückgezogen. Während des Jahres leben die Hirschkühe mit ihren Kälbern in Familienverbänden, meist getrennt von den Hirschen. Wir respektieren die Fluchtdistanz der Tiere und beobachten das Wild mit Fernglas und Spektiv.


 

 

DIE TERMINE


DATUM DAUER VERMITTLER/IN TREFFPUNKT ANMELDUNG
Individuelle Termine für Gruppen nach Vereinbarung.

 

 

DETAILS & INFOS

Preis Fixtermin
Erwachsene
Kinder (bis 14 Jahre)
14.00 Euro (p.P.)
9.00 Euro (p.P.)
Preis Individueller Termin (Gruppen ab 7 Personen)
Auf Anfrage
Preis Zusatzinformationen

Mindestalter 8 Jahre.

Book a Ranger - individuelle Ranger Tour:
Halbtagestour bis 4 Stunden: EUR 180
Ganztagestour: EUR 265

Inhaber einer Pyhrn-Priel Card: kostenlose Teilnahme an den Fixterminen.

mind. / max. Teilnehmer
7 / 20
Treffpunkt(e)
4591 Molln, Genauer Treffpunkt wird bei der Anmeldung bekannt gegeben
Ausrüstung

Festes Schuhwerk, warme Kleidung, Taschenlampe, Regenschutz, kleine Sitzunterlage, Fernglas.

Besonderer Hinweis

Der genaue Treffpunkt wird bei der Anmeldung bekannt gegeben.

Individuelle Gruppentermine auf Anfrage.

Allgemeine Tipps
Nationalpark Zentrum Molln (4591 Molln, Nationalpark Allee 1)
Web: www.kalkalpen.at/de/Besuchen_Erleben/Besucherzentren/Nationalpark_Zentrum_Molln

Maultrommel Schaubetrieb (Im Sperrboden 1, 4591 Molln)
Web: www.maultrommel.at/schaubetrieb.html
Einkehrtipps
Jagahäusl (4591 Molln, Dambach 15)
Web: www.jagahaeusl.at

Landgasthof Klausner (Hafnerstraße 30, 4591 Molln)
Web: www.landgasthof-klausner.at

Wirt im Dorf, Molln


Web: www.wirt-im-dorf.at/

 

TREFFPUNKT

 

DOWNLOADS

Im Tal des Rotwildes - Sommer Die Tour als PDF im Überblick 1,72 MB Download

 

 

KONTAKT & ANMELDUNG

Name
Nationalpark Zentrum Molln
Firma/Organisation/
Verein
Nationalpark O.ö. Kalkalpen Service GmbH
PLZ
4591
Ort
Molln
Straße
Nationalpark Allee 1
Telefon
07584 3651

 

 

DEINE NATURVERMITTLER/INNEN

Vermittler Michael Kirchweger

Michael Kirchweger

Vermittler Eric Mitterhauser

Eric Mitterhauser

 

 

DER SCHAUPLATZ

Nationalpark Kalkalpen

Nationalpark Kalkalpen

Der Nationalpark O.ö. Kalkalpen besteht aus zwei Gebirgseinheiten, dem Reichraminger Hintergebirge und dem Sensengebirge. Er beherbergt eines der letzten, großflächig ohne Siedlungsräume erhaltenen montanen Waldgebiete der Nördlichen Kalkalpen.
Er ist ein großflächiges, montanes Waldgebiet auf unterschiedlichsten Standorten mit unterschiedlichen Waldgesellschaften, insbesondere aber Fichten-Tannen-Buchenwäldern. Daneben gibt es Vorkommen zahlreicher weiterer seltener Lebensräume wie Magerwiesen, Moore und subalpine gehölzfreie Vegetation im Bereich des zentral gelegenen Sengsengebirges. Im Nationalpark brüten alle vier in Oberösterreich vorkommenden Raufußhuhnarten in vitalen Populationen (Auer-, Birk-, Hasel- und Alpenschneehuhn). Auch Steinadler und Weißrückenspecht haben hier bedeutende Populationen.


Weitere Infos zum Gebiet, Landschaftstyp, Flächen 

Aus der Vielzahl der Besonderheiten des Gebiets seien abseits der oben bereits erwähnten nur einige in Stichworten hervorgegriffen: 87 % des Nationlaparks sind mit Wald bedeckt, 65 % der Fläche des Nationalparks ist Wildruhezone. International bedeutendes Feuchtgebiet (Ramsar-Gebiet), weitverzweigtes natürliches Bachsystem (rd. 300 km) und 800 Quellen. Jahrhundertelange Geschichte der Holznutzung, Klausen, Waldbahn. Alpenweit wichtige Position durch Luchsprojekt. Keine Eingriffe seitens des Menschen in der Naturzone, Zulassen von Wildnis, Totholzreichtum. Daher das Credo: Prozessschutz!


Arten (Tiere, Pflanzen) und Lebensräume (Schutzgüter)

Im Gebiet des Nationalpark Kalkalpen gibt es eine sehr große Anzahl an Schutzgütern, die hier nur angedeutet werden:
Tierarten:
Luchs, Alpenbockkäfer, Schwarzstorch, Weißrücken- und Dreizehenspecht, Zwergschnäpper, Skabiosen-Scheckenfalter, Gelbbauchunke, 80 Brutvogelarten (davon 6 Spechtarten, 7 Greifvogelarten und 4 Raufußhuhnarten), 50 Säugetierarten (davon 17 Fledermausarten), 1560 (!) Schmetterlingsarten;
Pflanzenarten:
über 1000 Blütenpflanzen, Moose und Farne, über 40 Orchideenarten und 30 verschiedene Waldgesellschaften.


Schutzzweck und Entwicklungsmaßnahmen
Schutzzweck als Europaschutzgebiet „Nationalpark Oö. Kalkalpen und Umgebung“ (§ 1 Abs. 1) ist die Erhaltung (oder gegebenenfalls die Wiederherstellung) eines günstigen Erhaltungszustands der als Schutzgüter ausgewiesenen Tier- und Pflanzenarten und Lebensräume.


Erlaubte Eingriffe und Maßnahmen

sind unter anderem die Borkenkäferbekämpfung in definierten Randzonen und das Schwenden und Beweiden von Almflächen.


Verordnungen

Gesamte Rechtsvorschrift für V Nationalparkerklärung "Oö. Kalkalpen"
Gesamte Rechtsvorschrift für V Europaschutzgebiet und Landschaftspflegeplan Nationalpark Oö. Kalkalpen und Umgebung


Websites, weiterführende Links

Land OÖ, Naturschutzbuch: Nationalpark KalkalpenEuropaschutzgebiet Nationalpark Oö. Kalkalpen und Umgebung (Vogelschutzgebiet und FFH-Gebiet, AT3111000)
Karte im DORIS anzeigen: Nationalpark Kalkalpen, Europaschutzgebiet Nationalpark Oö. Kalkalpen und Umgebung (Vogelschutzgebiet und FFH-Gebiet, AT3111000)
Website: Nationalpark Kalkalpen
Website: Wikipedia
Website: Nationalparks Austria
Website: OÖ Tourismus GmbH


Literarturtipps

Hauser, E. (1995), Die Groß-Schmetterlingsfauna des Sengsengebirges mit besonderer Berücksichtigung der nachtaktiven Arten (oberösterreichische Kalkalpen), Beiträge zur Naturkunde Oberösterreichs, Band 3, Seiten 239-284
Fischer, R. (1997), Bergahornschluchtwälder (Phyllitido-Aceretum und Arunco-Aceretum) in den Nördlichen Kalkalpen Oberösterreichs, Beiträge zur Naturkunde Oberösterreichs, Band 5, Seiten 309-332
Schlüsslmayr, G. (1999), Die Moose und Moosgesellschaften der Haselschlucht im Reichraminger Hintergebirge (Nationalpark Kalkalpen), Beiträge zur Naturkunde Oberösterreichs, Band 7, Seiten 1-39
Straka, U. (1999), Beobachtungen von Amphibien und Reptilien im Reichraminger Hintergebirge (Oberösterreich) in den Jahren 1992 bis 1997, Beiträge zur Naturkunde Oberösterreichs, Band 7, Seiten 245-274
Weißmair, W. (2001), Zur Amphibienfauna des Nationalparkes Oberösterreichische Kalkalpen, Beiträge zur Naturkunde Oberösterreichs, Band 10, Seiten 553-565
Weigand, E. & J. Wimmer (2002), Bestandserfassung der nach FFH-Richtlinie geschützten Schmetterlingsarten (Lepidoptera) im Gebiet des Nationalpark Kalkalpen (Oberösterreich, Austria), Beiträge zur Naturkunde Oberösterreichs, Band 11, Seiten 579-597
Straka, U. (2004), Amphibienbesiedlung und natürliche Walddynamik im montanen Hintergebirge (Oberösterreich), Beiträge zur Naturkunde Oberösterreichs, Band 13, Seiten 51-53
Aumann, C. (1993), Die Flora der Umgebung von Windischgarsten (Oberösterreich), Stapfia, Band 30
Brands, M., et al. (2000), Natura 2000 und Vogelschutzgebiet Nationalpark Kalkalpen, Informativ, Sonder-Nr. S2, Seite 7
Dorfer, E. (1996), Nationalpark: Nur eine geschützte Landschaft?, Informativ, Heft 04, Seite 4
Limberger , J. (2004), Nationalpark Kalkalpen - Borkenkäferproblematik und Forschung, Informativ, Heft 36, Seiten 4-5
Dirnböck, T. (2007), Auswirkungen des Luftschafstoffs Stickstoff auf die biologische Vielfalt, Informativ, Heft 45, Seiten 14-15
Weigand, E. (2010), Erfassung der Fledermäuse im Nationalpark Kalkalpen, Informativ, Heft 60, Seite 14
Scherzinger, J. (1984), "Hinter Berg und tiefem Tal", ÖKO.L, 6/4, Seiten 23-27
Daucher, H. (1987) Reichraminger Hintergebirge - Modell einer "sanften" Tourismus-Erschließung, ÖKO.L, 9/4, Seiten 3-14
Nagler, H. (1990) Das Reichraminger Hintergebirge als Teil des geplanten "Kalkalpen-Nationalparks", ÖKO.L, 12/3, Seiten 3-12
Hamann, H. (1972) Ein Neufund des echten Höhlenkäfers in Oberösterreich, Apollo, Heft 27, Seiten 4-5
Mitter, H. (1992), Ein weiterer Arctaphaenops-Fund aus dem Sensengebirge in Oberösterreich (Coleoptera, Trechinae), Jahrbuch des Oö. Musealverein, Band 137, Seiten 211-214
Pils, G. (1985/86), Eine botanische Wanderung auf das Sengsengebirge in Oberösterreich, Naturkundliches Jahrbuch d. Stadt Linz, Band 31/32, Seiten 9-32
Stadler, I. (1991), Vegetationskartierung im Reichraminger Hintergebirge mit Schwerpunkt in der Kernzone des Nationalpark-Planungsgebietes (excl. Almen nördlich des Langfirst), Studie i. A. d. Steyrermühl AG
Spitzenberger, F. (1995), Nationalpark Kalkalpen. Auswirkungen der beabsichtigten Flächenamputation auf den Auerhuhnbestand, Vogelkundliche Nachrichten Oö u. Naturschutz aktuell, Band 3, Seiten 84-87
Hochrathner, P. (1997), Qualitative und quantitative Erhebung der Avifauna auf drei ausgewählten Untersuchungsflächen im Sengsengebirge (Transektgebiet) - subalpin bis alpin (Oberösterreich), Vogelkundliche Nachrichten Oö u. Naturschutz aktuell, Band 5, Seiten 9-40
Stadler, I. (1991), Vegetationskartierung im Reichraminger Hintergebirge
Krisai, R. & R. Schmidt (1983), Die Moore Oberösterreichs, Natur und Landschaftsschutz in Oberöstereich, Band 6
Sokoloff S. (2003), Wandererlebnis oberösterreichische Schutzgebiete
Mayrhofer, E. (2011), Wilder Wald im Land des Eisens - Econnoect - Ein Projekt zur Schatzsuche, Vielfalt Natur - Nationalpark Kalkalpen Spezial, Heft 22, Seiten 14-15
Sonnberger, A. (2011) Morsches Holz als Arche Noah, Vielfalt Natur - Nationalpark Kalkalpen Spezial, Heft 22, Seiten 4-5
Fuxjäger, Ch. (2011) Luchsin Freia auf Streifzug, Vielfalt Natur - Nationalpark Kalkalpen Spezial, Heft 22, S 12
Dichlberger, G. & C. Gunz, H. Steinwendtner (2011), Hochwasserabflussstudie Nationalpark Kalkalpen, Forstzeitung, Band 122
Kranz, A. (2008), Zum Fischotter im Nationalpark Kalkalpen in Oberösterreich
Diewald, W., Schleier, V. & M. Sichler (2008), Naturraumkartierung Oberösterreich - Biotopkartierung St. Pankraz 2003, Endbericht - Beiträge zur Biotopkartierung Oberösterreich, Studie i. A. d. Oö. Landesregierung/Abt. Naturschutz - Naturraumkartierung OÖ
Hochrathner-Stadler, I., P. Hochrathner & E. Stadler (2012), Naturraumkartierung Oberösterreich - Biotopkartierung Klaus an der Pyhrnbahn: KG Klaus 1999, Endbericht -Beiträge zur Biotopkartierung Oberösterreich, Studie i. A. d. Oö. Landesregierung/Abt. Naturschutz - Naturraumkartierung OÖ


Aktualisiert im November 2021