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FASZINATION GMÖSER MOOR

WOHLTUENDES UND FASZINIERENDES IM GMÖSER MOOR


Das Gmöser Moor ist eines der wenigen Niedermoore im oö. Alpenvorland. Es entstand nach der Mindel-Eiszeit und bietet einen traumhaften Blick auf den Traunstein. Unser Rundgang durch den bezaubernden Moorwald und die Moorwiese ist ein Genuss für Körper und Seele. Wir entdecken typische Moorpflanzen und ihre Heilwirkung sowie seltene Vögel.

Mit Mooranwendungen, wie Hand- oder Fußbädern und Trinkkuren, lernen wir unsere Gesundheit zu stärken.



Das Gmöser Moor in der Stadtgemeinde Laakirchen entstand vor rund 400.000 bis 450.000 Jahren in der Mindel-Eiszeit, als eine Gletscherzunge aus den Alpen, der Traunsteingletscher, dichtes Moränenmaterial ablagerte.
Durch eine flache Vertiefung an der Oberfläche dieser Moränenablagerung sammelte sich im Bereich des heutigen „Gmöser Moores“ verstärkt Oberflächenwasser, das zur Entwicklung des Niedermoores führte.

Um 1900 stach der Bauer Vizthum in Rahstorf auf seinem Gmöser Sumpf Torf ab und spürte durch das „Barfußstehen im Moor“ eine Linderung seiner jahrelangen Gelenksentzündung. Also eröffnete er vor 110 Jahren das Moorbad Gmös.

Während unserer Wanderung durch das Gmöser Moorgebiet lernen wir die Geologie und Zusammensetzung dieses Moores kennen. Beim Moor-Biotop schöpfen wir Moorwasser zum Trinken, in der Moorkapelle erfahren wir die Heilgeschichte und haben Gelegenheit zur Meditation.
Als Kraftplätze, um Energie aufzutanken, bieten sich die riesigen Moorbirken und –eichen an. Am Moorrundweg gehen wir ein Stück barfuß und beobachten dabei die Vorgänge in uns.

Hier lernen wir auch die typische Vegetation kennen. Wir erfahren die Heilwirkungen und Einsatzmöglichkeiten der Bäume und Pflanzen und nehmen die eine oder andere Kostprobe.

Auch die Bewohner des Moores, wie Wacholderdrosseln, Sumpfrohrsänger, Braunkehlchen, Kleiber oder Pirol werden erforscht.

Zum Abschluss der Tour durch das Gmöser Moor erkunden wir das Torf-Stechgebiet. Dabei lernen wir die Heilwirkung des Moores, vor allem für unseren Bewegungsapparat, kennen.
Am Ende unserer Tour stärken wir uns bei einem Moorfuß- oder Handbad mit Kräutern wie Zinnkraut und Mädesüß.


 

 

DIE TERMINE


DATUM DAUER VERMITTLER/IN TREFFPUNKT ANMELDUNG
Sa. 23.04.22
 21 PLÄTZE FREI 
14:00-16:30 Anna Maria Hauser Laakirchen, Rahstorf 10 Anmelden
Sa. 14.05.22
 21 PLÄTZE FREI 
14:00-16:30 Anna Maria Hauser Laakirchen, Rahstorf 10 Anmelden
Sa. 11.06.22
 21 PLÄTZE FREI 
14:00-16:30 Anna Maria Hauser Laakirchen, Rahstorf 10 Anmelden
Fr. 15.07.22
 21 PLÄTZE FREI 
15:00-17:30 Anna Maria Hauser Laakirchen, Rahstorf 10 Anmelden
Sa. 10.09.22
 21 PLÄTZE FREI 
14:00-16:30 Anna Maria Hauser Laakirchen, Rahstorf 10 Anmelden
Individuelle Termine für Gruppen nach Vereinbarung.

 

 

DETAILS & INFOS

Preis Fixtermin
Erwachsene
Kinder (bis 14 Jahre)
9.00 Euro (p.P.)
2.00 Euro (p.P.)
Preis Individueller Termin (Gruppen ab 7 Personen)
Erwachsene
Kinder (bis 14 Jahre)
Schulklasse
NEU: Book a Guide 3-6 Personen
7.00 Euro
2.00 Euro
2.00 Euro
65.00 Euro
(p.P.)
(p.P.)
(p.P.)
(Gruppenpauschale)
Preis Zusatzinformationen

Preise inklusive Mooranwendungen, Produktverkostung und Rezepte der Verkostung.

Ermäßigung
10% für OÖ Familienkarte, OÖN-Card, 4youCard, ÖAMTC-Clubkarte, STEYR Shopping Card, Donauregion OÖ
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mind. / max. Teilnehmer
7 / 21
Treffpunkt(e)
4663 Laakirchen, Rahstorf 10 (Moorbad Gmös, Parkplatz )
Ausrüstung

Gute Wander- oder Sportschuhe, je nach Wetterlage auch Gummistiefel und Regenschutz, Handtuch, Schreibzeug und Block, Getränk, Sonnenschutz, Fotoapparat, kleinen Becher oder Glas für Kostproben, kleinen Löffel.

Besonderer Hinweis



Allgemeine Tipps
Papiermachermuseum (4662 Laakirchen, Museumsplatz 1)
Web: www.papierwelten.co.at

Freibad Laakirchen (4663 Laakirchen, Obertshausener Straße 1)
Web: www.laakirchen.at/freibad

Der Traunfall zwischen 4662 Steyrermühl (Gemeinde Laakichen) und 4661 Roitham
Einkehrtipps
Gasthof "Wirt am Bach" Fam Naderer (4664 Laakirchen, Am Bach 13)
Web: www.wirtambach.at

Gasthof Bader, Hannelore Moser (4664 Laakirchen, Hauptplatz 6)
Web: www.gasthofbader.at

das Fiaker, 4663 Laakirchen, Stifterstraße 5 (Cafe und Restaurant)
Web: www.dasfiaker.at

Arche Hof "Gut auf der Haberhaide", Familie Spitzbart (4663 Laakirchen, Kranabeth 14)
Web: www.hoidinger.at

 

TREFFPUNKT

 

DOWNLOADS

Faszination Gmöser Moor Die Tour als PDF im Überblick 1,72 MB Download

 

 

KONTAKT & ANMELDUNG

Name
Anna Maria Hauser
Telefon
07613 3862 oder 0664 1578 116

 

 

DEINE NATURVERMITTLER/INNEN

Vermittler Anna Maria Hauser

Anna Maria Hauser

Vermittler Bärbel Ranseder

Bärbel Ranseder

 

 

DER SCHAUPLATZ

Gmöser Moor

Gmöser Moor

Nahezu völlig bewaldetes Niedermoor, welches in den 1960er Jahren noch zur Streunutzung gemäht wurde. Ein großer und mehrere kleine Teiche. Das Moor wurde teilweise abgetorft und entwässert. Es sind daher nur mehr Reste einer Moorvegetation vorhanden. 


Weitere Infos zum Gebiet, Landschaftstyp, Flächen

Das in der Marktgemeinde Laakirchen liegende Gmöser Moor ist ein sauer-oligothrophes Regenmoor mit einer Fläche von über 3 Hektar. Im Jahr 1987 wurde es zum 46. Naturschutzgebiet in Oberösterreich erklärt.
Das Gmöser Moor bildete sich auf einer Moräne der Mindeleiszeit und ist eines der wenigen Alpenvorlandmoore in Oberösterreich östlich der Traun. Bis zum Eingreifen des Menschen konnte sich hier ein Niedermoor mit einer Vielfalt von Tieren und Pflanzen entwickeln. Durch die Moorkultivierung des Menschen (Entwässerung, Torfabbau, Streumahd etc.) präsentiert sich das knapp 3,4 Hektar große Gmöser Moor heute als Moorwald über Niedermoor, in dem sich Reste typischer Flora und Fauna halten konnten.


Arten (Tiere, Pflanzen) und Lebensräume (Schutzgüter)

Lebensraum und Tierarten:
Das Gmöser Moor stellt in seiner Region ein einmaliges Biotop dar, das aufgrund seiner Vielfalt an Kleinstrukturen einer großen Zahl von Tieren, einer Reihe von gefährdeten und geschützten Arten, als Lebensraum und Rückzugsgebiet dienen kann. So findet man hier z. B. Amphibien, wie Gelbbauchunken – ausgesprochene Wasserbewohner – und Reptilien wie Ringelnattern, die mit Vorliebe in feuchten Wäldern, Sümpfen und Mooren leben. Einer großen Zahl von Vogelarten werden hier optimale Brutbedingungen zuteil und können schon seit Jahren beobachtet werden, zum Beispiel Sumpfrohrsänger, Pirole und Braunkehlchen.
Pflanzen:
Die Vegetation dieses Moores wird heute vor allem von Moorwald mit Moorbirken-dominierten Bereichen geprägt. Hier gedeihen die Reste einer großen Anzahl von für derartige Moore typische Pflanzen. Dazu zählen z. B. Moorbirke (Betula pubescens), Besenheide (Calluna vulgaris), Sumpf-Haarstrang (Peucedanum palustre), Scheidiges Wollgras (Eriophorum vaginatum) und Wiesen-Segge (Carex nigra).
Im Zentrum ebenso wie am Rand des Moores befinden sich einige Torfstiche. Ältere sind mit Torfmoosen bedeckt, andere fallen aufgrund ihrer Wasserlinsen-, Blutaugen- und Igelkolbenbestände ins Auge. Torfmoose (Sphagnum sp.) sind ausgezeichnete Wasserspeicher. Sie sterben unten, also dort, wo sie im Wasser stehen, ab und wachsen oben weiter. Nach und nach werden die unten abgestorbenen Moosteile durch das Gewicht der weiterwachsenden Moosdecke immer mehr zusammengepresst. So können sich im Laufe von einigen zehntausend Jahren, wenn die naturräumlichen und klimatischen Verhältnisse es zulassen, mehr bis weniger mächtige Torfschichten entwickeln. Im Gmöser Moor ist dieses Torflager allerdings nicht sehr mächtig, die Torfmoose konnten aufgrund des Konkurrenzdruckes den Übergang zum Hochmoor nicht vollziehen. Am Teich innerhalb des Moores hat sich ein ausgedehnter Schilfröhricht entwickelt.


Schutzzweck und Entwicklungsmaßnahmen

-


Erlaubte Eingriffe und Maßnahmen

sind die Entnahme von Moorwasser und Moorerde durch den Grundeigentümer für Zwecke der Verwendung als Kurmittel, die rechtmäßige Ausübung der Jagd, Pflegemaßnahmen an den Moorteichen und die Begehung des Rundwegs.


Verordnung

Gesamte Rechtsvorschrift für V Naturschutzgebiet "Gmöser Moor" in Laakirchen


Websites, weiterführende Links

Land OÖ, Naturschutzbuch: Gmöser Moor
Karte im DORIS anzeigen: Gmöser Moor
Website: Wikipedia, Gmöser Moor


Literaturtipps
Lenglachner, F., R. Steixner-Zöhrer, I. Schanda & F. Schanda (1992), Zur Flora und Vegetation der Marktgemeinde Laakirchen (Oberösterreich) Ergebnisse einer Biotopkartierung, Die Traun - Fluß ohne Widerkehr, Kataloge des Oö. Landesmuseums, NF.54/Band. 2, Seiten 217-232
Forstinger, A. (2001), Die Veränderungen in der Vogelwelt des Gmöser Moores (Oberösterreich) zwischen 1962 und 2000, Vogelkundliche Nachrichten Oö u. Naturschutz aktuell, 9/2, Seiten 39-50
Krisai, R. & R. Schmidt (1983), Die Moore Oberösterreichs - Natur und Landschaftsschutz in Oberöstereich, Band 6, 298 Seiten


Aktualisiert im November 2021