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AUGUST

ÜBER ALLE BERGE

DIE ZUKUNFT DER ALPEN LIEGT IN EINER SANFTEN UND NACHHALTIGEN NUTZUNG


In einer traumhaften Vielfalt schneidet der Nordrand der Alpen durch den südlichen Teil des Landes ob der Enns. Der vergletscherte Dachstein und majestätische Einzelgänger wie der Traunstein und der Große Priel sind ebenso Teil des Panoramas wie Sengsen- und Hintergebirge mit ihren sanfteren Rundungen.

 

Dazwischen und mittendrin gibt es zahlreiche Gebiete, die von großer Ursprünglichkeit geprägt sind. Die latschendurchzogene Felswüste des Toten Gebirges zum Beispiel. Oder das Naturschutzgebiet Warscheneck mit Naturjuwelen wie dem größten Lärchen- und Zirbenurwald der Ostalpen. Sie gehören zu den letzten Flächen in Mitteleuropa, die bis heute kaum von Menschen berührt sind. Das macht sie zum Rückzugsgebiet für Wildtiere von der Gämse bis zum Luchs, nicht zu vergessen die Pflanzenwelt mit vielen selten gewordenen Arten.



Lebensraum statt Museum

Pure Natur also, die mit Respekt und Umsicht betreten und genutzt werden will. So wie es Wanderer und Bergsteiger, Kletterer und Schitourengeher, Canyonauten und Bergläufer in aller Regel tun. Ihre Touren und Unternehmungen schaden den Bergen nicht. Im Gegenteil: Bergbegeisterte sind die besten Naturschutzbotschafter. Bei aller Verletzlichkeit sind die Alpen jedoch kein Museum, sondern ein Lebensraum – seit Jahrhunderten auch für den Menschen.
Die Almwirtschaft ist ein Paradebeispiel dafür, wie eine nachhaltige Bewirtschaftung der Bergwelt über Generationen aussehen kann. Als alte Kulturräume sind die Almen lebendiger Teil der alpinen Lebenstradition. Bei NATURSCHAUSPIEL kann man sich am Blütenzauber der Almen im Nationalpark genau so erfreuen, wie in deren Kultur und Botanik einzutauchen.

Einen ähnlichen Stellenwert als Ankerpunkte der Zivilisation haben auch die zahlreichen Schutz- und Berghütten. Sie gehören fix zum Kulturinventar der Berge und sind für alle, die in den Bergen unterwegs sind, eine unverzichtbare Infrastruktur und ein großes Stück Sicherheit. Sicherheit, die es angesichts der Herausforderung Berg auch dringend braucht. Eine von ihnen, die Dümler Hütte am Fuße des Warschenecks, hat sich als Botschafter der Alpenvereinsinitiative „So schmecken die Berge“ profiliert. Dort setzt der Wirt auf eine gehobene regionale Kulinarik und engagierte Gastlichkeit und trägt so zu einem positiven Zukunftsbild der Alpen bei.

Leben und leben lassen

Heute ist die Herausforderung Berg nicht nur eine sportliche, sondern eine ökologische und eine wirtschaftliche. Es gilt, den Alpenbewohnern in den Tälern fernab der Ballungszentren eine Existenz zu verschaffen. Gleichzeitig gilt es dafür zu sorgen, dass sich auch unsere Nachkommen  noch an intakten alpinen Landschaften erfreuen können. Ein Anliegen, das sich auch das NATURSCHAUSPIEL in den Aufgabenblock geschrieben hat. Geführte Mehrtagestouren in den Kalkalpen oder „von See zu See“ über die Berge tragen der wachsenden Lust vieler Menschen an längeren Fußreisen Rechnung und können als Beiträge zur Erhaltung der alpinen Infrastruktur gewertet werden.



 

vermittler franz maier

 

NATURVERMITTLER/IN IM PORTRÄT

FRANZ MAIER

 

„Eine so sanfte Nutzung wie jene durch Wanderer, Alpinisten und Schitourengeher verkraften die Alpen locker“, sagt der Biologe Franz Maier aus Molln. „Das sensible Ökosystem der Alpen kommt jedoch immer mehr durch die Erderwärmung, Erschließungen und Verbauungen unter Druck“.

 

In den Bergen ist der passionierte Naturschützer auf Schusters Rappen, Tourenschi oder dem Mountainbikesattel seit seiner Jugend unterwegs: „Da hat es mir die Alpenvereinsjugend ermöglicht, auch ohne eigenes Auto viel in den Alpen herumzukommen.“
Inzwischen setzt sich der sportliche Mitbegründer des Nationalpark Kalkalpen, der seit 2014 auch Präsident des Umweltdachverbands ist, mit Leib und Seele für die Erhaltung des Naturjuwels Warscheneck ein. Es geht ihm „um die Erhaltung der ursprünglichen Bergnatur mit den höchstgelegenen intakten Latschenhochmooren der Nordalpen, in denen der Moorentstehungsprozess noch immer andauert.“
Rund ums Warscheneck gibt es zahlreiche Pflanzen die nicht zuletzt durch den Klimawandel unter Druck geraten. In diesem alpinen Naturschutzgebiet gibt es auch sogenannte „Endemiten“ wie den Ennstaler Frauenmantel oder die hier völlig ortsuntypische Rostblättrige Alpenrose. Mit Begeisterung führt Franz Maier seine Naturschauspielgäste auch zu einem weiteren Unikat am Warscheneck: zum größten Lärchen- und Zirben Urwald der östlichen Alpen.

 

 

art feuersalamander

 

TIERPORTRÄT DES MONATS

FEUERSALAMANDER

KLEINER DRACHE MIT WARNWESTE

 

Tarnen, täuschen und warnen – diese Möglichkeiten nutzen Tiere, um ihr Überleben in der freien Natur zu sichern. Der Feuersalamander, mit einer Körpergröße von 14 bis 17 cm einer der größten heimischen Schwanzlurche, warnt mit dem auffälligen schwarz-gelben Streifenmuster seine Feinde. Andere Amphibien, wie der Alpensalamander, passen sich mit der Hautfarbe der Umgebung an und versuchen so, unscheinbar zu bleiben. Die Gelbbauchunke verbindet die Strategien des Tarnens und Täuschens auf ihrer Körperober- und -unterseite: der Rücken ist unscheinbar graubraun, der Bauch weist ein gelb geschecktes Muster auf. Das warnt die Feinde und bedeutet: Vorsicht, ich bin giftig! Rückbaumaßnahmen an regulierten Bächen helfen allen Amphibien und auch dem Feuersalamander, der in seinem Bestand gefährdet ist. Er erreicht ein Lebensalter von 20 und mehr Jahren.

 

Die Gewinnspiele werden monatlich durchgeführt, Frist bis jeweils 30ten des Monats. Die Verlosung erfolgt bis zum 7ten des Folgemonats, die Gewinner werden schriftlich informiert. Hier die Teilnahmebedingungen

gewinnspiel

Gewinne die Tour „Fürsten in der Wildnis“  im Nationalpark Kalkalpen für eine Gruppe von 10 Personen. Fülle einfach das Formular aus & los geht’s! Viel Glück!

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BERGPARADIES WARSCHENECK

Das Warscheneckgebiet ist eines der hochwertigsten und schönsten Naturgebiete Österreichs. Neben einmaligen Naturerlebnissen sowie dem Entdecken einer unvergleichlichen Arten- und Formenvielfalt beschert diese Tour mit dem Biologen Franz Maier auch außergewöhnliche Genussmomente. „So schmecken die Berge“ heißt es etwa bei der Dümler-Hütte. Am Gleinkersee werden die Spuren von Seekuh und Gleinkersau entdeckt.

MEHR DETAILS >

buchtipp

DAS KULINARISCHE ERBE DER ALPEN

Die kulinarischen Schätze im ganzen Alpenraum. Überraschende Produkte, eigenwillige Produzenten, spannende Geschichte und Geschichten. Opulenter Band mit herausragenden Fotografien. Mit Lexikon der Produkte.

von Dominik Flammer, Sylvan Müller, AT Verlag 2012

DIE HIGHLIGHTS DER NÄCHSTEN MONATE

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Ist die Stadt Teil oder Gegenteil der Natur? Eine gute Frage, auf die es viele bemerkenswerte Antworten gibt.

 

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Wasser ist derartig gesund, dass schon der Blick auf ein Gewässer wohltut.

 

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Jede Naturschauspieltour ist eine kleine Entdeckungsreise –  mitunter auch zu sich selbst

 

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